[222vb]
1
[0]
Ein yeglicher
1
[0]
« Ein yeglicher,
1
[0]
« Quiconque
der ſich erhoͤcht/ der wyrt gedemuͤtigt/
der sich erhöcht, der wyrt gedemütigt,
s’élève sera abaissé,
vnd ein ieder der ſich demuͤtiget/ d̓ wyrt
vnd ein ieder, der sich demütiget, der wyrt
et quiconque s’abaisse sera
erhoͤcht. Von diſſen worten haben wir
erhöcht. » Von dissen worten haben wir
élevé.1 » Pour illustrer ces paroles, nous avons 5zwey merckliche exempel. Das ein iſt
5zwey merckliche exempel. Das ein ist
5deux exemples remarquables. Le premier est
Lucifer/ der ward ernidert/ darumb das
Lucifer, der ward ernidert, darumb das
Lucifer2 qui fut abaissé parce er ſich ſelbß erhuͦbe/ vn̅ erhebe̅ wolt über
er sich selbß erhuobe vnd erheben wolt über
qu’il s’éleva et voulut s’élever au-dessus de
gott. Das ander die muͦter chriſti iheſu
gott. Das ander die muoter Christi Ihesu,
Dieu. L’autre est la mère de Jésus-Christ,
die iu̅ckfrauw Maria/ die ward erhoͤcht
die iunckfrauw Maria, die ward erhöcht,
la Vierge Marie3 qui fut élevée 10darumb das ſy ſich demuͦtiget ꝫc̅.
10darumb das sy sich demuotiget, etcetera.
10parce qu’elle s’abaissa, etc.
⸿ Von ſant Gregorius vff dem ſtein
Von sant Gregorius vff dem stein
[1]
À l’époque du pape
ein exempel.
[1]
IN zeyten des bapſts
[1]
In zeyten des bapsts
qui était le quatrième après saint Pierre
gaius/
Gaius,
vivait en Italie un noble comte.
15der der vierd was nach ſant peter
15der der vierd was nach sant Peter,
15Dieu lui donna par son épouse légitime
in ſeine̅ tage̅ was ein edler graf in italia
in seinen tagen was ein edler graf in Italia.
deux beaux enfants, un fils
dem verleyhe got mit ſeiner eliche̅ hauß
Dem verleyhe got mit seiner elichen hauß-
et une fille.
[2]
Ces deux enfants
frauwen zwey hübſche kindelin/ eine̅ ſun
frauwen zwey hübsche kindelin, einen sun
s’entraimaient beaucoup et dormaient toujours
vnd ein tochter/
[2]
welche zwey kinder ein
vnd ein tochter,
[2]
welche zwey kinder ein
ensemble. Quand Dieu voulut que
20ander gar lieb hette̅/ vnd lage̅ allzeyt bey
20ander gar lieb hetten vnd lagen allzeyt bey
20leur père et leur mère meurent
ein ander. Als nu gott der herr ſchickt dz
ein ander. Als nu gott der herr schickt, das
et quittent ce monde,
[3]
les enfants
inen vatter vnd muͦter durch mittel des
inen vatter vnd muoter durch mittel des
étaient encore jeunes et ne pouvaient pas s’occuper
todß vo̅ diſſem zeyt ſchieden/
[3]
vnd die kin
todß von dissem zeyt schieden,
[3]
vnd die kin-
de leur pays. Comme ils
der nach iung vnd nit verſehe̅ mochte̅ ir
der nach iung vnd nit versehen mochten ir
dormaient toujours ensemble, le diable les incita
25land/ vnd aber der deufel (die weil ſy all
25land, vnd aber der deufel (die weil sy all
25à s’aimer d’un amour illicite
nacht bey einander lagen) zuͦ ſchürt/ alſo
nacht bey einander lagen) zuo schürt, also
de sorte que la sœur tomba
das ſy zuͦ ſamen ein vnordeliche liebe ge
das sy zuo samen ein vnordeliche liebe ge-
enceinte de son frère.
[8]
Il mourut
wunne̅/ vnd die ſchwester eins kindlins
wunnen, vnd die schwester eins kindlins
avant la naissance de l’enfant.
[6]
Cette
ſchwa̅ger ward bey irem bruͦder/
[8]
vnd der
schwanger ward bey irem bruoder,
[8]
vnd der
comtesse avait une fidèle servante5 30bruͦder ſtarb ee ſy das kind gebar.
[6]
Nu het
30bruoder starb, ee sy das kind gebar.
[6]
Nu het
30à qui elle confiait tous ses secrets.
die ſelbig grefin ein treuwe dienſt iünck⸗
die selbig grefin ein treuwe dienst iünck-
Elle lui révéla son chagrin et sa profonde
frouw/ der ſy al ir heimlikeit vertrauwet
frouw, der sy al ir heimlikeit vertrauwet.
détresse. La servante l’aida fidèlement
der wart ſy entecken ire̅ ku̅mer vn̅ groß
Der wart sy entecken iren kummer vnd groß
à dissimuler son déshonneur,
[7]
lui prépara
hertzleid/ vnd die ſelbig halff ir in ga̅tze̅
hertzleid, vnd die selbig halff ir in gantzen
un petit panier de roseaux calfeutré de cire6, 35treuwen ire ſchand vertecken/
[7]
vn̅ richtet
35treuwen ire schand vertecken
[7]
vnd richtet
35y déposa le nouveau-né avec beaucoup d’argent,
ir zuͦ ein bintze̅ koͤrblin wol verbicht/ vnd
ir zuo ein bintzen körblin wol verbicht vnd
également quantité de pierres précieuses,
legt das kindlin dar ein/ vnd groß guͦt
legt das kindlin dar ein vnd groß guot
un anneau d’or7 et tout ce qu’il convient dar zuͦ/ mitſampt vil edelß geſteins/ gül
dar zuo, mitsampt vil edelß gesteins, gül-
à un tel enfant de bonne naissance. Elles placèrent aussi
din ring/ vnd was eine̅ ſoͤlche̅ wolgebor
din ring, vnd was einen sölchen wolgebor-
une petite boîte remplie de lait devant la bouche de l’enfant
40nen kind zuͦ gehoͤrt. Auch ſetzten ſy dem
40nen kind zuo gehört. Auch setzten sy dem
40pour qu’il puisse s’en nourrir pendant un moment
kind ein büchßlin mit milch an de̅ mund
kind ein büchßlin mit milch an den mund,
et rédigèrent une lettre. Elles la mirent avec
auß dem es ſich ein weyl erneren mocht/
auß dem es sich ein weyl erneren mocht,
le reste du trésor. Cette lettre renfermait entre autres ce
vnd ſchriben ein brieff/ den legte̅ ſy auch
vnd schriben ein brieff. Den legten sy auch
mots : « Le frère est son père, la sœur
zuͦ dem andern ſchatz/ in welchem brieff
zuo dem andern schatz, in welchem brieff
sa mère. » La nuit tombée,
45vnder andern geſchriben worten ſtuͦnd.
45vnder andern geschriben worten stuond :
45elles confièrent l’enfant aux eaux
Der bruͦder iſt ſein vatter/ vnd ſchweſter
« Der bruoder ist sein vatter, vnd schwester
et le laissèrent voguer au nom de Dieu
ſein muͦter. Dar nach bey nechtliche̅ zei
sein muoter. » Dar nach bey nechtlichen zei-
qui veilla sur lui pendant ce temps.
[10]
Après
ten legten ſy das kindlin vff das waſſer
ten legten sy das kindlin vff das wasser
avoir parcouru trente lieues
[223ra]
vnd lieſſen in dem namen gottes flieſ
vnd liessen in dem namen gottes flies-
en deux nuits et un jour, l’enfant
50ſen/ der die zeyt ſein pfleger was.
[10]
Vnd
50sen, der die zeyt sein pfleger was.
[10]
Vnd
50arriva près d’un monastère de l’ordre de saint
do es also zwo necht vnd ein tag gefloſ
do es also zwo necht vnd ein tag geflos-
Benoît8. Après avoir remarqué ſen was bey treyſſig meylen/ do floß es
sen was bey treyssig meylen, do floß es
qu’un petit coffre ou panier
hin neben einem cloſter des ordens ſant
hin neben einem closter des ordens sant
s’approchait sur l’eau,
Benedicti/ vnd do die fiſcher vff de̅ waſ
Benedicti, vnd do die fischer vff den was-
les pêcheurs le ramenèrent à terre.
55ſer ſahen dz ſchreinlin oder koͤrblin dort
55ser sahen das schreinlin oder körblin dort
55Quand l’abbé de ce monastère
her flieſſen/ do zugen ſy es zuͦ land. Vn̅
her fliessen, do zugen sy es zuo land. Vnd
aperçut l’enfant qu’on venait
als der apt des ſelben cloſters befand vn̅
als der apt des selben closters befand vnd
de découvrir, il le prit dans ses mains,
gewar ward des kinds/ das yetzund er⸗
gewar ward des kinds, das yetzund er-
ainsi les biens. Après avoir pris en charge
funde̅ was/ do nam er dz kind mitſampt
funden was, do nam er das kind mitsampt
le coffre renfermant l’enfant
60dem guͦt zuͦ ſeinen handen. Do der abt
60dem guot zuo seinen handen. Do der abt
60et après avoir lu la lettre
alſo den ſchrein mit dem kind in ſeine̅ ge
also den schrein mit dem kind in seinen ge-
découverte à côté de lui, l’abbé se rendit compte
walt/ vnd yetzund laß den brieff der bey
waltnam vnd yetzund laß den brieff, der bey
que l’enfant n’avait pas encore été
im erfunde̅ was/ do verſtuͦnd er ſich wol
im erfunden was, do verstuond er sich wol,
baptisé. Il le baptisa alors lui-même,
das dz kindlin noch nit zuͦ dem tauff ku̅⸗
das das kindlin noch nit zuo dem tauff kum-
lui donna le nom Grégoire, puis
65me̅ was/ do taufft er das kind ſelber/ vn̅
65men was. Do taufft er das kind selber vnd
65engagea une nourrice pour l’élever.
gab im den namen Gregorius/ vnd be⸗
gab im den namen Gregorius vnd be-
[11]
Quand l’enfant eut grandi,
ſtalt im ein ammen die inn ſolt erneren.
stalt im ein ammen, die inn solt erneren.
il l’envoya à l’école pensant
[11]
Nach dem vnd er in iaren zuͦ het genu̅⸗
[11]
Nach dem vnd er in iaren zuo het genum-
l’attirer vers la spiritualité, mais l’enfant
men/ ließ er in̅ gan zuͦ ſchuͦl/ vnd meint
men, ließ er in gan zuo schuol vnd meint
n’avait aucune disposition pour cela.
[12]
Il se trouve
70in̅ zuͦ ziehen zuͦ der geyſtlicheit/ dar zuͦ er
70in zuo ziehen zuo der geystlicheit, dar zuo er
70que le fils de la nourrice qu’elle avait eu
gar nichts geneigt was.
[12]
Nun het der ſel⸗
gar nichts geneigt was.
[12]
Nun het der sel-
avec son mari légitime nourrissait une haine naturelle
bigen amme̅ ſun/ den ſy gebore̅ het von
bigen ammen sun, den sy geboren het von
à l’égard de Grégoire. Il le traitait tantôt d’enfant trouvé,
irem eelichen man/ einen natürliche̅ neid
irem eelichen man, einen natürlichen neid
tantôt d’enfant de moine. Cela plongea le cœur de Grégoire
zuͦ Gregorio/ vn̅ nent in̅ etwa̅ fündling
zuo Gregorio vnd nent in etwan fündling,
dans un profond chagrin.
[13]
Il demanda sans cesse
75etwan münchs ſun/ dz nam er dan̅ gar
75etwan münchs sun. Das nam er dan gar
75à l’abbé s’il était son fils
tieff vnd ſchwer zuͦ hertzen/
[13]
vnd wolt ye
tieff vnd schwer zuo hertzen
[13]
vnd wolt ye
ou non. L’abbé répondit que non et l’invita
wiſſen von dem abt/ ob er wer ſein ſun/
wissen von dem abt, ob er wer sein sun
à se concentrer sur ses études. Dans ce cas,
oder nit. Der abt ſprach/ Nein/ vnd bat
oder nit. Der abt sprach : « Nein ! » vnd bat
il le lui dirait. Grégoire insista : « Je ne suis pas
in̅ fleißlich zuͦ ſtudieren/ er wolt in̅ es wol
in fleißlich zuo studieren, er wolt in es wol
très fort aux lettres et en science,
80wiſſen laſſe̅. Gregorius ſprach/ Zuͦ dem
80wissen lassen. Gregorius sprach : « Zuo dem
80mais voici ce que je vous demande :
buͦchſtaben vnd zuͦ der ler bin ich nitt ge⸗
buochstaben vnd zuo der ler bin ich nitt ge-
envoyez-moi à un endroit où l’on pratique
ſchickt/ aber das ist mein bitt/ ir woͤllend
schickt, aber das ist mein bitt, ir wöllend
et exerce la chevalerie. Fais-moi aussi
mich ſchicken an die ort do man ritterli⸗
mich schicken an die ort, do man ritterli-
savoir qui je suis, d’où
che ſpil treybt vnd uͦbt/ vnd zuͦ dem laſ⸗
che spil treybt vnd uobt, vnd zuo dem las-
je viens et qui sont mes parents ! »
85ſend mich wiſſen wer ich ſey/ vnd wo her
85send mich wissen, wer ich sey, vnd wo her
85En comprenant en homme expérimenté
ich kummen ſey/ vnd wer meine elteren
ich kummen sey, vnd wer meine elteren
et honorable à quoi Grégoire était
ſein. Do nun der abt als ein wol erfare̅
sein. » Do nun der abt als ein wol erfaren
disposé et qu’il voulait absolument savoir
erſam man/ ſich verſtuͦnd wor zuͦ er ge⸗
ersam man sich verstuond, wor zuo er ge-
d’où il venait, il lui dit tout
neigt was/ vnd ye wolt wiſſen wo her er
neigt was vnd ye wolt wissen, wo her er
sans rien cacher : on l’avait trouvé
90ku̅me̅ wer/ do ſagt er im mit vnuerdeckte̅
90kummen wer, do sagt er im mit vnuerdeckten
90sur l’eau dans un petit coffre.
worten alle ding/ wie man in̅ het erfun⸗
worten alle ding, wie man in het erfun-
Il lui restitua aussi tout ce
den vff dem waſſer in einem ſchreinlin/
den vff dem wasser in einem schreinlin,
qu’on avait découvert à ses côtés, notamment
vnd auch was er bey im funden het/ das
vnd auch was er bey im funden het. Das
la lettre où il était écrit : « Le frère
gab er im alles wider/ vn̅ fürnemlich den
gab er im alles wider, vnd fürnemlich den
est son père, la sœur sa mère. »
95brieff/ in welchem geſchribe̅ was/ der bruͦ
95brieff, in welchem geschriben was : « Der bruo-
95Après avoir lu cette lettre,
der iſt ſein vatter/ vnd die ſchweſter ſeyn
der ist sein vatter, vnd die schwester seyn
Grégoire poussa un profond soupir, la garda
[223rb]
muͦter. Nach welches brieffs überleſen er
muoter. » Nach welches brieffs überlesen er
secrètement, prit congé
gar ſchwerlich erſeufftzet/ vnd behielt in̅
gar schwerlich erseufftzet vnd behielt in
avec son père spirituel, l’abbé,
mit groſſer heimlicheit/ vn̅ nam vrlaub
mit grosser heimlicheit vnd nam vrlaub
[14]
quitta le pays, s’exerça à la chevalerie
100von ſeinem geiſtlichen vatter dem abt/
100von seinem geistlichen vatter dem abt
100améliora ses manières,
[14]
vnd fuͦr von land/ vn̅ gebraucht ſich rit⸗
[14]
vnd fuor von land vnd gebraucht sich rit-
son mode de vie et sa situation pécuniaire.
terlicher uͤbung/ vnd nam zuͦ an guͦte̅ ſit
terlicher übung vnd nam zuo an guoten sit-
Aussi se rendit-il avec dix ou douze9 chevaux ten/ an dem leben vnd an dem guͦt/ alſo
ten, an dem leben vnd an dem guot, also
auprès du roi de Naples10. Il ignorait encore das er mit zehen oder zwelff pferden reitt
das er mit zehen oder zwelff pferden reitt
d’où il venait et
105zuͦ dem künig vo̅ Neapolis. Noch wißt
105zuo dem künig von Neapolis. Noch wißt
105qui étaient ses parents. À l’âge
er nit wannen her er kummen was/ noch
er nit, wannen her er kummen was, noch
de vingt ans, il apprit
wer ſeine elteren waren. Als er nun was
wer seine elteren waren. Als er nun was
qu’une sublime comtesse qui était veuve
alt worden zwentzig iar/ do hort er ſage̅
alt worden zwentzig iar, do hort er sagen
gérait, gouvernait et protégeait de son mieux
vo̅ einer edlen grefin/ die ein witwe̅ was/
von einer edlen grefin, die ein witwen was,
son pays toute seule
[9]
tout en refusant
110vnd ir land ſelbs außrichtet/ regiert vnd
110vnd ir land selbs außrichtet, regiert vnd
110de se marier. C’est pourquoi
verſach/ ſo vil vnd ſy mocht/
[9]
vnd wolt
versach, so vil vnd sy mocht,
[9]
vnd wolt
son pays fut dévasté et démembré
keinen man nit nemen/ darumb ward ir
keinen man nit nemen. Darumb ward ir
et subit d’importantes hostilités. Cette femme
ir land verwuͤst vnd zerteilt/ vn̅ het auch
ir land verwüst vnd zerteilt vnd het auch
était sa mère mais il l’ignorait. Elle se conduisait
groſſe veyndſchafft/ welche fraw im vn
grosse veyndschafft, welche fraw im vn-
honorablement comme si elle vivait dans une abbaye
115wiſſend was ſein muͦter/ die ſich gar er⸗
115wissend was sein muoter, die sich gar er-
115et se repentait et souffrait profondément à cause de ses
ſamlich hielt/ als wer ſy in einem cloſter
samlich hielt, als wer sy in einem closter
péchés.
[15]
Grégoire se rendit cependant
vn̅ het groſſen reuwen vnd leid vmb ire
vnd het grossen reuwen vnd leid vmb ire
auprès de cette dame pour la servir en contrepartie d’une solde
ſünd.
[15]
Aber Gregorius ſtalt zuͦ der ſelbi⸗
sünd.
[15]
Aber Gregorius stalt zuo der selbi-
avec ses chevaliers. Il se conduisit si
gen frawen/ ir zuͦ dienen vmb ſeine̅ ſold
gen frawen, ir zuo dienen vmb seinen sold
valeureusement qu’il devint le chef et le capitaine
120mit ſeiner ritterſchafft/ vnd hielt ſich ſo
120mit seiner ritterschafft, vnd hielt sich so
120du pays tout entier. Ainsi, par son aide,
ritterlich dz er ein obman vn̅ hauptman
ritterlich, das er ein obman vnd hauptman
il ramena la paix dans le pays de la dame
ward des gantze̅ lands/ alſo dz er durch
ward des gantzen lands, also das er durch
en peu de temps et rendit à son pouvoir
mittel ſeiner hilff/ der frawen land in kur
mittel seiner hilff der frawen land in kur-
les châteaux et cités qu’elle avait
tzer zeyt zuͦ friden bracht/ vnd wider zuͦ ire̅
tzer zeyt zuo friden bracht vnd wider zuo iren
perdus.
[16]
Après cette victoire, les seigneurs et conseillers
125henden ſtelt burg vnd ſtett/ vnd was ſy
125henden stelt burg vnd stett, vnd was sy
125du pays de la dame se réunirent
verloren het.
[16]
Nach dem ſelben giengen
verloren het.
[16]
Nach dem selben giengen
et lui conseillèrent d’épouser un seigneur
zuͦ ſamen ir herren vnd ret in dem land/
zuo samen ir herren vnd ret in dem land
pour que son pays puisse mieux demeurer
vnd rieten ir zuͦ nehmen einen herre̅ zuͦ der
vnd rieten ir zuo nehmen einen herren zuo der
en paix. C’est ainsi qu’on lui proposa Grégoire,
ee/ do mit ir land deſter baß bey fride̅ blei
ee, do mit ir land dester baß bey friden blei-
son fils qu’elle n’avait pas reconnu. Elle
130ben moͤcht. Alſo ward ir für gehalte̅ Gre
130ben möcht. Also ward ir für gehalten Gre-
130y consentit. Aussi célébrèrent-ils honorablement
gorius ir vnerkanter ſun. In welches ſy
gorius, ir vnerkanter sun. In welches sy
leurs noces qui allaient bientôt conduire à l’amertume
ſetzet iren willen. Alſo hielten ſy die hoch
setzet iren willen. Also hielten sy die hoch-
et au profond chagrin.
[17]
Quand ils eurent
zeyt eerlich/ die darnach bald verbittert
zeyt eerlich, die darnach bald verbittert
passé un certain temps ensemble
ward mit groſſer truͤbſal.
[17]
Do ſy nu ein
ward mit grosser trübsal.
[17]
Do sy nu ein
dans un respect et un amour réciproque,
135zeyt bey einander waren/ vnd ſich erſam⸗
135zeyt bey einander waren vnd sich ersam-
135puisque la dame n’avait de cesse de lui demander
lich vnd freuntlich mit einander hielten/
lich vnd freuntlich mit einander hielten
d’où il venait et quelle était sa lignée,
vnd die fraw nit erwinde̅ wolt zuͦ wiſſen
vnd die fraw nit erwinden wolt zuo wissen,
il lui révéla tout de bout en bout11 wo her vnd was geſchlechts er wer. Do
wo her vnd was geschlechts er wer, do
et lui montra la lettre,
offenbaret er ir es vo̅ einem ſtück biß vff
offenbaret er ir es von einem stück biß vff
la tablette et les objets du trésor. En voyant
140das ander/ vnd ließ ſy ſehen den brieff die
140das ander vnd ließ sy sehen den brieff, die
140les objets du trésor et la lettre
tafel/ vnd die kleinetlin. Do ſy der klei⸗
tafel vnd die kleinetlin. Do sy der klei-
qu’elle avait écrite elle-même, elle comprit
netlin anſichtig wart mitſampt de̅ brieff
netlin ansichtig wart mitsampt den brieff,
qu’il était son neveu12, le fils de son frère, son propre den ſy ſelbs geſchriben het/ do erkant ſy
den sy selbs geschriben het, do erkant sy,
fils et son époux légitime. Elle fut saisie d’effroi
das er ir vetter/ ihres bruͤders ſun/ ir eigner
das er ir vetter, ihres brüders sun, ir eigner
et ressentit une si immense angoisse
[223va]
145ſun/ vnd ir eelicher man was. Do ward
145sun vnd ir eelicher man was. Do ward
145qu’elle s’évanouit, perdit toute force
ſy in angſt vnd mit ſoͤlche̅ groſſem ſchre
sy in angst vnd mit sölchen grossem schre-
et cessa dorénavant de coucher
cken begriffen/ dz ſy in onmacht vn̅ kran
cken begriffen, das sy in onmacht vnd kran-
avec lui.
[18]
Il ne la désirait pas non plus
ckeit fiel/ vn̅ fürbas|nit me mit im ſchlaf⸗
ckeit fiel vnd fürbas nit me mit im schlaf-
et lui dit : « Ô ma malheureuse
fen gieng/
[18]
als er auch fürbas nit me an
fen gieng,
[18]
als er auch fürbas nit me an
épouse et mère, si seulement Dieu t’avait empêchée
150ſy begert/ vnd ſprach zuͦ ir. O du mein lei
150sy begert vnd sprach zuo ir : « O du mein lei-
150de me mettre au monde ! J’espère toutefois
dige fraw vnd muͦter/ woͤlte gott dz ich
dige fraw vnd muoter, wölte gott, das ich
que Dieu le seigneur prendra en considération
nie von dir geboren were/ aber ich hoffe
nie von dir geboren were, aber ich hoffe,
notre innocence à tous les deux et qu’il m’accordera la grâce
gott der herr ſehe an vnſer beider vnwiſ⸗
gott der herr sehe an vnser beider vnwis-
de faire pénitence pour mes péchés et les tiens. Je prie le Dieu
ſenheit/ vnd geb mir gnad mein vn̅ dein
senheit vnd geb mir gnad, mein vnd dein
des cieux de me donner la force d’accomplir
155ſünd zuͦ buͤſſen/ vn̅ ich bitt gott von hy⸗
155sünd zuo büssen, vnd ich bitt gott von hy-
155avec son aide ce j’ai décidé. »
[19]
Il partit ainsi
mel/ das er mich ſterck mit ſeiner hilff zuͦ
mel, das er mich sterck mit seiner hilff zuo
pour rechercher un endroit où il était inconnu
volbringe̅ dz ich im wille̅ hab.
[19]
Alſo zog
volbringen, das ich im willen hab. »
[19]
Also zog
de tous. Après avoir suivi un long et lointain chemin,
er hin vnwyſſend alle̅ menſche̅ wo hin er
er hin vnwyssend allen menschen, wo hin er
il arriva grâce à la volonté de Dieu
kam. Als er nu ein ferre̅ vnd weiten weg
kam. Als er nu ein ferren vnd weiten weg
chez un aubergiste qui vivait au bord de la mer et qui
160gezogen was/ do kam er von de̅ willen
160gezogen was, do kam er von den willen
160était également pêcheur. Il dépensa
gottes zuͦ eine̅ wyrt an de̅ mer/ der auch
gottes zuo einen wyrt an den mer, der auch
son argent chez lui pendant un certain temps
ein fiſcher was/ bey welchem er ein zeyt
ein fischer was, bey welchem er ein zeyt
pour trouver une manière de réaliser son projet.
ſein gelt verzert/ biß das er mochte ver⸗
sein gelt verzert, biß das er mochte ver-
Quand il eut passé un moment chez lui,
nemen/ wie er ſeine̅ ſache̅ ein anfang ge⸗
nemen, wie er seinen sachen ein anfang ge-
l’aubergiste remarqua
165be̅ ſolt. Vnd als er nu ein weyl zeyt bey
165ben solt. Vnd als er nu ein weyl zeyt bey
165qu’il était contrarié par des pensées
im was/ vnd der wyrt auch ward mer⸗
im was, vnd der wyrt auch ward mer-
profondes et sombres. Il se mit à le
cken/ das er mit tieffen vnd hart anlige̅⸗
cken, das er mit tieffen vnd hart anligen-
questionner beaucoup. Grégoire lui demanda
den gede̅cken beku̅mert was/ do leit er an
den gedencken bekummert was, do leit er an
s’il ne connaissait pas un lieu approprié
in vil froge̅. Vnd Gregorius ſprach zuͦ
in vil frogen. Vnd Gregorius sprach zuo
dans la mer où l’on pourrait accomplir
170im. Ob er nit moͤcht wiſſen ein bequeme
170im, ob er nit möcht wissen ein bequeme
170et réaliser sa pénitence. L’aubergiste
ſtatt in dem mer/ do einer ſein buͦß vol⸗
statt in dem mer, do einer sein buoß vol-
rit de bon cœur et dit avec moquerie :
bringe̅ vnd wyrcken moͤchte. Der wyrt
bringen vnd wyrcken möchte. Der wyrt
« Si, dans la mer, à une lieue française
lachet guͤtlich/ vn̅ in ſpotß weyß ſprach
lachet gütlich, vnd in spotß weyß sprach
d’ici, il y a une grotte dans un rocher. Quiconque
er ia. In de̅ mer vff ein welſche meyl vo̅
er : « Ia, in den mer vff ein welsche meyl von
aime souffrir et endurer des peines, pourrait
175hinne̅/ do iſt ein loch in einem felſen/ wer
175hinnen, do ist ein loch in einem felsen, wer
175très bien faire pénitence dans ce lieu. » Grégoire
gern leyde̅ vnd ku̅mer hette/ der moͤchte
gern leyden vnd kummer hette, der möchte
le prit tout à fait au sérieux,
[20]
partit
wol an dem ſelben ort buͦß wyrcken/ das
wol an dem selben ort buoß wyrcken. » Das
le lendemain au rocher avec son aubergiste
nam er vff in groſſem ernſt/
[20]
vnd fuͦr des
nam er vff in grossem ernst
[20]
vnd fuor des
et lui demanda avec insistance de l’y attacher
andern tagß mit ſeine̅ wyrt zuͦ de̅ felſen/
andern tagß mit seinen wyrt zuo den felsen
avec une chaîne qu’il avait fait forger
180vnd bat in̅ mit fleyß/ das er in̅ do woͤlte
180vnd bat in mit fleyß, das er in do wölte
180exprès. En réalisant son parfait sérieux
beſchlieſſen mit einer keten/ die er im dar
beschliessen mit einer keten, die er im dar
et sa grande constance, l’aubergiste
zuͦ het laſſen machen. Der wyrt do er
zuo het lassen machen. Der wyrt, do er
attacha la chaîne au rocher
ſeine̅ groſſen ernſt erkant/ vnd ſein groſ
seinen grossen ernst erkant vnd sein gros-
et jeta la clef à la mer.
ſe ſtetikeit/ do legt er die ketten an de̅ fel⸗
se stetikeit, do legt er die ketten an den fel-
Après avoir ainsi obtenu et accompli
185ſen/ vnd warff den ſchluſſel in das mer.
185sen vnd warff den schlussel in das mer.
185sa volonté, Grégoire lui dit :
Do nu alſo der will Gregorij geschehe̅
Do nu also der will Gregorij geschehen
« Cher aubergiste, je m’appelle Grégoire
vnd erfült was/ do ſprach er zuͤ ſeinem
vnd erfült was, do sprach er zü seinem
le grand pécheur. C’est la raison pour laquelle je veux
wyrt. Lieber wyrt ich heiß Gregoriꝯ der
wyrt : « Lieber wyrt, ich heiß Gregorius, der
expier mes péchés ici. Je te demande par charité chrétienne
groß ſünder/ daru̅b wil ich hie meine ſu̅d
groß sünder. Darumb wil ich hie meine sund
de m’apporter ton aumône pour l’amour de Dieu
190buͤſſen/ vnd bit dich durch criſtliche liebe
190büssen vnd bit dich durch cristliche liebe,
190afin que je ne meure pas de faim.
das du mir durch got dein almuͦſen rei⸗
das du mir durch got dein almuosen rei-
J’espère que Dieu aura pitié de moi. »
chen woͤllest/ do mit ich hie nit hungerß
chen wöllest, do mit ich hie nit hungerß
L’aubergiste le lui promit.
[223vb]
ſterbe/ ich hoffe gott werd ſich mein er⸗
sterbe. Ich hoffe, gott werd sich mein er-
[21]
Grégoire passa ainsi seize années sur ce rocher
barme̅. Der wyrt ſeit im das ſelbig zuͦ.
barmen. » Der wyrt seit im das selbig zuo.
où il souffrait cruellement de faim et endurait bien des peines,
195
[21]
Alſo lag er vff dem ſelbigen felſen .xvj.
195
[21]
Also lag er vff dem selbigen felsen xvj
195tantôt la soif, tantôt le froid et tantôt la canicule. Son aubergiste
iar in groſſem hunger vnd vil ku̅mers/
iar in grossem hunger vnd vil kummers,
l’oublia souvent et ne lui donna
in turſt/ in froſt vn̅ in hitz/ vnd ſein wyrt
in turst, in frost vnd in hitz, vnd sein wyrt
ni nourriture ni boisson. Au bout de
vergaß ſein oft vnd dick/ das er im noch
vergaß sein oft vnd dick, das er im noch
ces seize années, l’évêque de ce pays
ſpyeß oder tranck gab. Do nu die .xvj.
spyeß oder tranck gab. Do nu die xvj
mourut. Alors que les prêtres étaient occupés
200iar herumb waren/ vnd der biſchoff des
200iar herumb waren, vnd der bischoff des
200à chercher un évêque qui puisse les diriger
ſelben landß ſtarb/ vnd die prieſter ſorg
selben landß starb, vnd die priester sorg-
avec profit, la voix de Dieu
sam waren vmb einen biſchoff der inen
sam waren vmb einen bischoff, der inen
leur dit de partir à la recherche d’un homme
vor wer fruchtbarlich. Do antwort die
vor wer fruchtbarlich, do antwort die
se nommant Grégoire le grand
ſtym gottes/ das ſy ſolten ſuͦchen einen
stym gottes, das sy solten suochen einen
pécheur. Celui-ci conviendrait pour devenir
205menſchen/ der ſich Gregorius der groß
205menschen, der sich Gregorius der groß
205leur évêque. De respectables messagers furent
ſünder nent/ der wer ine̅ wol bequem zuͦ
sünder nent. Der wer inen wol bequem zuo
envoyés à sa recherche, mais personne n’avait
eine̅ biſchoff. Do nu erlich botten wur⸗
einen bischoff. Do nu erlich botten wur-
entendu parler d’un tel homme appelé Grégoire.
den geſendet/ vnd alle menſche̅ vnerfare̅
den gesendet, vnd alle menschen vnerfaren
Au retour de leur mission, ils arrivèrent
eines ſoͤlchen me̅ſche̅ waren/ der Grego⸗
eines sölchen menschen waren, der Grego-
par hasard à la maison de l’aubergiste mentionné
210rius hieſſe/ do kamen ſy in der widerker
210rius hiesse, do kamen sy in der widerker
210précédemment. Quand il les questionna sur leur mission
vo̅ geſchicht in des vorgeſproche̅ wyrtß
von geschicht in des vorgesprochen wyrtß
et leur raison de s’arrêter chez lui et insista,
hauß. Vnd do ſy der wyrt faſt vnd vil
hauß. Vnd do sy der wyrt fast vnd vil
les messagers refusèrent
ward frage̅ nach irem gewerb/ vnd war
ward fragen nach irem gewerb, vnd war-
de lui donner une réponse
umb ſy do weren/ vnd aber die geſt be⸗
umb sy do weren, vnd aber die gest be-
plus claire que celle-ci : « Si
215kümmert/ de̅ wyrt kein rechte antwort
215kümmert den wyrt kein rechte antwort
215nous te l’expliquons, tu ne pourras pas
nit wolten gebe̅/ dan̅ das ſy ſprache̅/ ſo
nit wolten geben, dan das sy sprachen : « So
nous aider du tout. » Mais quand
wir dir es ſchon ſagen/ ſo kanſt du vns
wir dir es schon sagen, so kanst du vns
ils mentionnèrent Grégoire et se mirent
gar kein anweyſu̅g gebe̅. Aber der wyrt
gar kein anweysung geben. » Aber der wyrt,
à beaucoup parler de lui, l’aubergiste leur dit : « Cela fait
als ſy Gregoriu̅ nente̅/ vnd vil von im
als sy Gregorium nenten vnd vil von im
maintenant seize ans que j’ai attaché
220begunden reden/ do ſprach er. Es haben
220begunden reden, do sprach er : « Es haben
220un pauvre homme à un rocher
ſich ietzund verlouffen .xvj. iar/ do hab
sich ietzund verlouffen xvj iar, do hab
dans la mer. Il s’appelait Grégoire
ich einen armen menſchen an ein felſſen
ich einen armen menschen an ein felssen
le grand pécheur. » Ils s’en réjouirent
in de̅ mer gebunde̅/ der nent ſich Grego
in den mer gebunden, der nent sich Grego-
de tout cœur et s’écrièrent : « Dieu
rius d̓ groß ſünder. Do wurde̅ ſy auß
rius der groß sünder. » Do wurden sy auß
a entendu notre prière. C’est l’homme
225allen iren krefften erfrewt/ ſpreche̅d. Got
225allen iren krefften erfrewt, sprechend : « Got
225que nous recherchons. » L’aubergiste était toutefois soucieux
hat vnser gebett erhoͤrt/ das iſt der den
hat vnser gebett erhört. Das ist der, den
de recevoir ses invités honorablement et bien.
wir ſuͦche̅. Aber der wyrt was ſorgſam
wir suochen. » Aber der wyrt was sorgsam,
[22]
Quand il prit la mer pour pêcher,
ſeine geſt erſamlich vnd wol zuͦ verſehe̅.
seine gest ersamlich vnd wol zuo versehen.
il attrapa grâce à la volonté de Dieu
[22]
Vnd do er vff das mer nach fiſche̅ fuͦr/
[22]
Vnd do er vff das mer nach fischen fuor,
un gros poisson. Dans le ventre du poisson,
230do fieng er vo̅ dem willen gottes einen
230do fieng er von dem willen gottes einen
230il redécouvrit la clef qu’il avait jetée
groſſen fiſch/ in welches fiſches mage̅ er
grossen fisch, in welches fisches magen er
à la mer seize années auparavant. Le pêcheur
fand de̅ ſchlüſſel/ de̅ er vor den .xvj. iare̅
fand den schlüssel, den er vor den xvj iaren
dit alors : « Je vois à présent que Dieu le Seigneur
in das mer geworffen het. Do ſprach
in das mer geworffen het. Do sprach
a décidé de délivrer cet homme. » Ils prirent ainsi
der fiſcher. Nu ſich ich das got der herre
der fischer : « Nu sich ich, das got der herre
la clef et traversèrent la mer avec l’aubergiste
235den menſche̅ erloͤſen wil. Alſo name̅ ſy
235den menschen erlösen wil. » Also namen sy
235jusqu’au rocher. À leur arrivée,
de̅ ſchlüſſel/ vnd fuͦren mit de̅ wyrt über
den schlüssel vnd fuoren mit den wyrt über
ils s’agenouillèrent
das mer zuͦ dem felſen. Do ſy alſo hin
das mer zuo dem felsen. Do sy also hin
et le prièrent de leur donner
zuͦ kamen/ do vielen ſy nider vff ire knye
zuo kamen, do vielen sy nider vff ire knye
sa bénédiction. Grégoire dit alors : « Puisque
vnd baten in̅/ das er ine̅ geben woͤlte de̅
vnd baten in, das er inen geben wölte den
je suis moi-même un homme maudit, comment
240ſegen. Do ſprach Gregorius. So ich
240segen. Do sprach Gregorius : « So ich
240pourrais-je donner la bénédiction ? »
[224ra]
ſelber bin ein vermaledeyter me̅ſch/ wie
selber bin ein vermaledeyter mensch, wie
Ils s’approchèrent alors de lui et lui expliquèrent
moͤcht ich dan̅ gebe̅ die benedeyung. Al
möcht ich dan geben die benedeyung ? » Al-
que Dieu l’avait désigné pour devenir évêque
ſo giengen ſy zuͦ im vnd ſagten im/ wie
so giengen sy zuo im vnd sagten im, wie
dans leur diocèse. Les messagers l’invitèrent
er angeſehen wer vo̅ got zuͦ eine̅ biſchoff
er angesehen wer von got zuo einen bischoff
à y consentir de son plein gré
245vff irem ſtifft/ vnd das er ſeynen willen
245vff irem stifft, vnd das er seynen willen
245et lui montrèrent aussi la clef
dar zuͦ geben woͤlte willigklich/ vnd zeig
dar zuo geben wölte willigklich, vnd zeig-
qu’ils avaient miraculeusement trouvée
ten im auch die ſelben botten do mit den
ten im auch die selben botten do mit den
dans le poisson. Il vit alors que c’était
ſchlüſſel/ den ſy in de̅ fyſch wunderbar⸗
schlüssel, den sy in den fysch wunderbar-
la volonté de Dieu. Ils ouvrirent la chaîne
lich funden hette̅. Do ſach er das es der
lich funden hetten. Do sach er, das es der
[23]
et le conduisirent avec joie dans leur
250will gottes was. Also ſchluſſe̅ ſy die ket⸗
250will gottes was. Also schlussen sy die ket-
250diocèse.
[24]
Puis, ils l’ordonnèrent et élurent
ten vff/
[23]
vnd fuͦrten in̅ mit frewden vff ir
ten vff
[23]
vnd fuorten in mit frewden vff ir
évêque. Il sut très bien diriger cet évêché,
biſthum/
[24]
vnd ordinierten vnd erwelte̅ in̅
bisthum
[24]
vnd ordinierten vnd erwelten in
écouta les confessions de ses sujets,
zuͦ biſchoff/ do regiert er das biſthu̅ faſt
zuo bischoff. Do regiert er das bisthum fast
fut miséricordieux envers les pécheurs et mena
wol/ vnd hort ſeine vndertonen beycht/
wol vnd hort seine vndertonen beycht
une vie si stricte que sa renommée
255vnd was den ſündern gnedig/ vnd fuͦrt
255vnd was den sündern gnedig vnd fuort
255se répandit dans tous les pays.
[25]
Sa mère apprit
ein ſoͤlch ſtreng lebe̅/ das ſein leumat in
ein sölch streng leben, das sein leumat in
aussi sa sainteté tout en ignorant qui il était.
allen lande̅ erhoͤrt wart.
[25]
Auch hort ſein
allen landen erhört wart.
[25]
Auch hort sein
Elle vient à son tour lui demander conseil.
muͦter vo̅ ſeiner heilikeit/ vnwiſſend das
muoter von seiner heilikeit, vnwissend das
Il l’amena avec lui à Rome pour voir le pape
er es wer/ die kam auch vmb rat zuͦ im.
er es wer. Die kam auch vmb rat zuo im.
Gaïus. Sur le conseil de celui-ci et celui
260Die fuͦrt er mit im gegen Rom zuͦ dem
260Die fuort er mit im gegen Rom zuo dem
260de son fils, elle resta à Rome. Le pape lui fixa
babſt Gaius/ mit dem ſelbigen vnd ires
babst Gaius. Mit dem selbigen vnd ires
une pénitence pour ses péchés et lui établit
ſunß rat/ beleib ſy zuͦ Rom/ do ſatzt ir
sunß rat beleib sy zuo Rom. Do satzt ir
une règle qu’il lui ordonna de respecter tous les jours
der babſt buͦß für ire ſünd/ vnd ſatzt ir
der babst buoß für ire sünd vnd satzt ir
de sa vie. Le bienheureux Grégoire retourna
ein regel/ die er ir gab zuͦ halten alle tag
ein regel, die er ir gab zuo halten alle tag
dans son diocèse, vécut en
265ires lebenß/ vnd der ſelig Gregorius fuͦr
265ires lebenß, vnd der selig Gregorius fuor
265toute sainteté, puis mourut comme un bienheureux.
wider heim vff ſein biſthum/ vnd lebt in
wider heim vff sein bisthum vnd lebt in
On l’appelle maintenant Grégoire,
aller heiligkeit/ vnd ſtarb dar nach ſelig
aller heiligkeit vnd starb dar nach selig-
l’ermite du rocher.
[26]
Comme il s’était ainsi
lich/ vnd wyrt nu geheiſſen Gregorius
lich vnd wyrt nu geheissen Gregorius
abaissé sur terre, il fut élevé au rang
vff dem ſtein.
[26]
Darumb das er ſich alſo
vff dem stein.
[26]
Darumb das er sich also
d’un évêque et habite maintenant un lieu
270demuͤtigt vff erde̅/ do wart er erhoͤcht zuͦ
270demütigt vff erden, do wart er erhöcht zuo
270encore plus élevé dans la félicité éternelle. Que Dieu nous
eine̅ biſchoff/ vnd iſt ietzund noch me er⸗
einen bischoff vnd ist ietzund noch me er-
y conduise aussi ! Amen.
hoͤcht in ewiger ſelikeit/ do hin vns gott
höcht in ewiger selikeit, do hin vns gott
auch helff. Ame̅.