D2 : Marcus waz gewaltig

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Chapitres allemands des Gesta Romanorum

Les 57 manuscrits attestés du corpus allemand des Gesta Romanorum contiennent environ 4400 chapitres. Le contenu de trois d’entre eux est encore inconnu. E2 et W9 appartiennent au groupe a qui contient normalement les mêmes 111 chapitres que M1. G1 ne contient qu’une section de huit pages issues des Gesta Romanorum, donc vraisemblablement deux chapitres. Le contenu détaillé de 43 manuscrits fut établi en 1968 par Peter Hommers, avec quelques erreurs que nous avons corrigées grâce aux manuscrits disponibles en ligne. Si E2, G1 et W9 ont respectivement 111, 2 et 111 chapitres, le corpus se compose probablement d’un total de 4404 chapitres dont deux au contenu inconnu. Au moins 37 chapitres sont incomplets, sans compter les nombreuses allégorèses volontairement supprimées. Seulement 3839 chapitres relèvent du corpus édité en 1872 par Hermann Oesterley (283 numéros). 545 appartiennent à l’Histoire des Sept Sages de Rome (sigle HSS), 18 ont une autre origine (sigle D pour la langue allemande). Nous avons relevé 185 chapitres différents, 153 issus du corpus d’Oesterley, 16 issu du corpus canonique de l’Histoire des Sept Sages de Rome (HSS0 à HSS15) et 16 issus d’autres sources souvent inconnues (HSS16 à HSS20 et D1 à D11). Cinq de ces derniers chapitres sont intégrés à l’Histoire des Sept Sages de Rome et donc dotés de sigles continuant ceux des 16 chapitres canoniques.

Le corpus allemand des Gesta Romanorum qui englobe plusieurs traductions indépendantes n’a jamais fait l’objet d’une édition scientifique intégrale. L’édition de référence est encore la transcription diplomatique de M1, publiée en 1841 par Adelbert Keller. Elle compte 111 chapitres et un titre isolé après le chapitre 42. Il existe aussi des incunables avec un corpus de 47 chapitres réédités sans changements notables jusqu’en 1528. L’édition la plus complète est la compilation illustrée publiée en 1528 à Strasbourg par Jacob Cammerlander. Elle contient 129 chapitres d’origine diverse. Cammerlander se servit apparemment de plusieurs manuscrits allemands qu’il compléta peut-être par des traductions nouvelles d’après l’une des éditions latines. Entre 1757 et 1975, quelques chapitres isolés ont été édités d’après divers manuscrits. Nous avons recensé un total de 19 éditions avec 694 chapitres dont 16 complétant le corpus manuscrit. La plupart des chapitres supplémentaires proviennent du recueil de Cammerlander.

Nous avons classé les 201 chapitres selon l’ordre de l’édition d’Oesterley dont nous reproduisons également les titres allemands. Le premier numéro est celui de son édition, le second celui de l’édition de Wilhelm Dick (1890). Le début de chaque chapitre est transcrit d’après un manuscrit ou une édition, prioritairement M1. La dernière édition latine de l’Histoire des Sept Sages de Rome est celle de Detlev Roth (2004). La plupart des chapitres supplémentaires que nous regroupons sous le sigle D n’ont jamais été édités. Notre transcription normalise : ă > au, aͤ > ä, æ > ae, dz > daz, è > e, e̅, em/en, h’ > her, j vocalique > i, i consonantique > j, n̅ > en/nn, oͤ > ö, œ > oe, oͧ > ou, ſ > s, t’ > ter, v vocalique > u, vͤ > ü, uͦ > uo, > us, u consonantique > v, uͤ/ú > ü, u̅ > um/un, vn̅ > und, v’ > ver, wͤ > ẅ, wz > waz. La casse et la ponctuation sont modernisées, quelques initiales manquantes complétées (par exemple H2/34 : Adonyas] donyas) et les erreurs manifestes corrigées (par exemple H2/72 : ist] ist ist).

Chapitres

  • Ch. 1/1 (Entführt und beschenkt) : Pamperius der keiser richsente mit gewalt ; der was vast rich, der het ein einige tochter, die het er unmesseclich liep ; der het er fûnff ritter zuo huot geben (B5/17).
  • Ch. 2/2 (Zwei Brüder, Onkel) : Titus der keiser richsete und machte ein geseczte by dem leben eins jeglichen menschen, das die kint soltent an der not vatter und muoter spisen und in zuo staten komen (B5/18).
  • Ch. 3/3 (Zweimal hinabstürzen) : Honorius was gewaltig ze Rom ; der satzt auff zuo ainem rechten, welch fraw ire e präch, die solt man oun alle erbarmung von ainem hohen breg zetall werffen (H2/68).
  • Ch. 4/4 (Zwei Frauen entführt) : Claudius was gwaltig ze Rom ; der satzt auff zuo ainem rechten, wer ain frawen zucket und mit gwalt beschlieff, die selb fraw hett die wal, sy liess in töten, oder er muoßt sy nemen zuo weib (H2/69).
  • Ch. 5/5 (Räubertochter) : Zenon was gewaltig ze Rom ; inn des reich was ain edler jüngling, der ward von ainem persischen chüng, daz ist, ist von dem chüng von Persia gevangen an ainem streitt (H2/72).
  • Ch. 6/6 (Totem Manne folgen) : Valentinianus was gwaltig ze Rom und was gar ain übel wüterich ; der nam ain waidenlich junckfrawen ze weib, die waz ains küngs tochter mit sölicher underschied oder mit sölichem geding, welichs under in ee stirb, das sich daz ander vor laid töten solt (H2/73).
  • Ch. 7/7 (Bruderneid) : Theodosius was gwaltig inn der statt Rom ; in des reich was gare in edler ritter, der hett zwen sün, der ain nam ain unerbar weib wider des vaters willen ; das erzürnet den vater, und traib in von im und versagt im alles guot ; darnach lebt mit grosser armuot inn dem ellend (H2/87).
  • Ch. 8/8 (Statuen bestehlen) : Leo der erst was gewaltig, der het auß der maussen schön frawen gar lieb und die gernn an, und darumb liess er inn seinem tempel drey frawen machen mit grossem fleiss und schuoff, daz sy allermengclich anpetet (H2/88).
  • Ch. 9/9 (Sohn stellt Vater nach) : Leo der ander waz gwaltig ze Rom ; der was gar weiß und het tain schön weib, die was des küngs tochter von Siria ; dabei hett er ainen sun, und da er zuo seinen tagen cham, da suocht er in allen wegen des vaters tod, wie er den gefügen möcht (H2/89).
  • Ch. 10/11 (Ring der Vergessenheit) : Vespasianus regiert lang on erben ; zuo letst nam er durch rath seiner weisen eyn schöne junckfraw zuo eim weibe in frembden landen, und als er lang bei ir in irem landt gewont, gebar sie ein kindt, derhalben sie dar nach mit im nicht inn sein reich ziehen (J7/11).
  • Ch. 11/10 (Giftnahrung) : Alexander der regiert vast gwaltigklich und hatt bei im sein zuchtmeyster Aristotelem, der in underwiß in allen künsten ; daz vernam die küngin von mitternacht ; die hatt eyn tochter, welche sie auffgezogen von kindtheyt mit gifft (J7/12).
  • Ch. 13/13 (C. D. M. R.) : Es was zuo ainen zeiten ain chaiser, der hett gara in schön weib, die im gar lieb waz ; die gepar des ersten jars ain chind, ainen knaben ; der was allso schön und was ir als lieb, das sy all nacht bey ainander an ainem bätt lagen (H2/118).
  • Ch. 14/14 (Vater oder mutter folgen) : Dorotheus ein römischer gepietter satzt ein recht auf, daz die kinder ir vaeter und ir muoter nertn und in zuo gestuonden in nöten (M1/1).
  • Ch. 16/33 (Sarkophag) : Man liset von eynem römischen kayser, do der im pawet eynen palast, und die da gruoben, die funden eynen guldein sarch mit drein chraissen umbgeben (M1/7).
  • Ch. 17/221 (Abibas) : Es waz ein gepietter, der satzt auf, welher sein diener solt werden, der selb müest drei würf werffen in daz tor seins palastz, daz in dann der herr zu diener naem ; nu chom ainer, der hiezz Abibas, der selb tet auch drey würf in daz tor an dem palast (M1/80).
  • Ch. 18/Ø (Julianus) : Es was ein ritter, der hieß Julianus, der er tötte vatter und muoter unwißende ; nun mercke, er was uff ein geregze und jagete einen hirz, und do er mit den hunden also den hircze jagte, so kerte sich der hircw umb gegen im (B5/33).
  • Ch. 20/149 (Redde) : Ein chünich hiezz Hanibal, der reichnocht gewaltichleich, der hiet nur ayn tochter, die er gar liep het ; do geschach daz, daz er mit seinen rittern und mit seym gesind rait an ein gejaid (M1/41).
  • Ch. 23/47 (Herz unverbrennbar) : Sant Augustein schreibt, daz pei den alten zeiten sit waz, daz man der chaiser hertz nach irem tod verprant zuo pulver und legt dann daz pulver an erwaerig stet (M1/87).
  • Ch. 25/50 (Stab und Tasche) : Ez waz ein edlew wittib, deu led vil unrechtz und ungemachs von eynem wüttreich, der da wüestet ir hab, und dar umb vergozz deu wittib alle tage vil zaeher mit waynen umb den ungemach, dar ynne sy waz (M1/12).
  • Ch. 26/52 (Zweierlei Tuch) : Ain chuniginn enpfieng ein chint von irem chnecht, der ein paur waz, und daz hiet si in überhuoor, und daz selb chint geparet paeurischen vor dem chünig ; nu mercht der chünich die paeurischkait dez chindez und gedacht im, ez möcht leicht nicht sein sein (M1/88).
  • Ch. 27/55 (Strafe) : Es was ein keiser, der het gare in schöne tohter ; der het er fünff ritter zuo geben zuo huot ; die giengen stetteclich gewoffet ; dar umb nomen sie iren solt (B5/37).
  • Ch. 28/61 (Weinendes Hündlein) : Vor ettlichen zeiten waz ain chaiser ; inn des reich was ain ritter, der hett gar ain schön edel weib und tugenthafft ; nun chams, daz der ritter über mär varen wolt und wolt ir chainen hüter setzen wann sich selber (H2/111).
  • Ch. 29/64 (Schinden) : Ez waz ze Rom ein gepietter, der satzt auf ein recht unter einer grozzen pen, daz ein yeglicher richter recht solt richten (M1/14).
  • Ch. 30/65 (Triumph) : Eyn gepietter zuo Rom satzt auf ein recht, daz man eynem yeglichen siger, daz ist, dem gelungen waer an stechen, an vechten oder an turnyeren, dem solte man erpieten drey wird und drei unwird dez ersten (M1/15).
  • Ch. 31/66 (Alexanders Begräbnis) : Do Alexander starb, und do man im solt vigilij begen, dar chom manig weiser man und laeut zuo der begrebnüzze (M1/16).
  • Ch. 33/69 (Hängebaum) : Valerius ein maister sagt, daz einest wer ein hauzz herre, der sprach zuo seinem nachgepaurn : Ich han unsaeligen paumb in meinem gartten, da sich an erhangen hat mein ersti hausfraw, dar nach die ander und aber darnach die dritt (M1/17).
  • Ch. 36/77 (Was ist der Mensch) : O du armer mensch, sich an deinen anvanch, die mitt und dein ende ; tuost du daz, so findest du, daz du voller armuot pist ; Job spricht : Ein mensch geporn von einem weip lept lützel zeit und wirt erfült mit vil parmung (M1/92).
  • Ch. 37/78 (Achat) : Es sagt ein maister haist Plinius, daz der adler nist in die höch dez chinderaecht die nater ; nu mag si zuo in nicht chomen in die höch, und dar umb so vergift seẅ den luft, daz seẅ die chinder da mit töt (M1/93).
  • Ch. 39/86 (Feindliche Brüder) : Man liset in der Römer tat, daz zwischen zwain pruodern waz grozzer chriech, daz der ain pruoder nachent all die lant und alle die hab dez andern all ze mal verwüesttaecht (M1/94).
  • Ch. 40/87 (Puls) : Man lißt von ainem ritter, der hett gar ain schön weib, die im gar lieb waz, und versach sich doch, sy hette ainen andern lieber dann in, und so er die frawen darumb fraget, sy laugnet das ser (H2/91).
  • Ch. 41/89 (Codrus) : Chosdras der chünich solt streiten mit seinen feinden ; nu vragt er ratz Appollonen seinen got ; dem ward also geantwort : Er über wünd sein feind nicht anderz, nur er würd dez ersten getötet mit der feind swert (M1/95).
  • Ch. 43/97 (Curtius) : Ez geschach zuo Rom enmitten in der stat, daz sich ein fraisleich gruft auf tet und weit offen stuond, und von der selben gruft vil ungeheurer wunder geschahen den laeutten (M1/24).
  • Ch. 44/98 (Dehnbares Glas) : Zu Rom wont ein kaiser, der hiezz Tyberius ; do der daz reich nam, der waz weis am synn und chluog an der red und gelücksaelig an dem streit (M1/25).
  • Ch. 45/103 (Schießen) : Ez waz eyn edler chünich, weiser und reicher, der hiet ein vil gar liebez weip zuo einer hausfraẅn, die da nicht gedacht an die treẅ wirtlicher lieb, und pei irem herrn gewan si mit überhuor von aynem andern mann ein kint (M1/28).
  • Ch. 46/110 (Glasasche) : Der weiz man Aristotiles sagt in dem puoch von tyern, wilt du, daz ein rab nimmer auz müg geziehen, wenn er genist hat in einem paumb, so leg glaz aschen zwischen den paumb und der ausssern rinden, und als lang der asch da ligt, so lang mag der rab nicht auz geziehen und pringen die raeblein auz den airn (M1/98).
  • Ch. 46a/111 (Sieben Bäume) : Ein maister haizzet Tullius, der sagt, daz er in dem mayen gieng in einen walt, dar inn stuonden siben paumb voller pleter, die worn schön an dem plikh ; dar ab nam so vil estt, daz re sie chaum getruog (M1/99).
  • Ch. 47/116 (Heilige drei Könige) : Ein chünich von Tennemarch, der het die drey heiligen chünich in eren, der chom gein Köln und pracht in drey chünichleich guldein chron, und dannoch spendaecht er durch iren willen armen laeuten da selben (M1/33).
  • Ch. 48/117 (Perillus) : Valerius Maximus schreibt im ix. Buoch am ii. capitel von tyrannei Phalaridis, welcher in Sicilia regiert und von dem schmidt Berillo ; also tyrannisch genuog was auch der schmidt Berillus, welcher des Phalardis tyrannei in Sicilia wolt mithelfen, macht dem künig ein ertzen ochsen (J7/45).
  • Ch. 49/121 (Rosimilla) : Paulus der Lamparter, der schreibt, daz Kathamus der chüng ze Ungarn besass die statt Sibidat, und da in die hertzogin Losmilt ersach, die schreib im haimlich brieff vor irem chindern, wann sy hett drey sün und zwuo töchtern (H2/84).
  • Ch. 50/122 (Zaleucus) : Uns sagt Valerius, daz ein gepieter waer, der satzt ein recht auf oder ein gepot, wer behuoret ein magt, der solt beraubt werden peder augen ; nu geschach daz, daz sein sun behuort ein junchfrawn, die waz einer wittiben tochter (M1/34).
  • Ch. 51/127 (Fliegen) : Es sagt Josephus, das Tyberius der chaiser gar alt amptleẅt hett, und da man in fraget, warumb er daz tät, daz beweißt er mit einem exemple oder beyspil (H2/75).
  • Ch. 52/130 (Fabius, einziges Gut) : Fabius hatt die gefangnen burger der Römer von den feinden auß geburgt, aber als der senat nitt wolt das gelt darfür geben, hat er sein eintzig feldt verkaufft und das verheissen gelt bezalt, wolt viellieber arm sein am guot dann an guotem glauben manglen haben (J7/48).
  • Ch. 53/131 (Dionysius und die Alte) : Valerius schreibt, das allermengclich begert den tod des chünigs von Sicilia ; da waz ain alte fraw, die bat gar vleissigclich umb in, das er lang lebty ; daz ward also dem chüng ze wissen getaun ; der sandt nach ir und fragts, wie sy das maint, daz sy so vleissigclichen umb sein langes leben bätt (H2/76).
  • Ch. 54/132 (Marmortor) : Der ander chaiser Friedreich, der pawet ein maermelstainein tor ; auf daz selb tor machet re ein prukk pey einem fliessenden wazzer, und an dem tor waz gegraben der chaiser mit zwain fürsten, die im die naechsten worn an dem gericht (M1/102).
  • Ch. 55/134 (Justitia – Pax) : Adonyas was gewaltig, der hett ainen sun, der im gar lieb was, und vier töchtern ; aine hiess Gerechtikeit, die ander Warhait, die droit Barmung, die vierd Frid (H2/34).
  • Ch. 56/Ø (Fürst und Kaufmann) : Es war eyn reicher und gewaltiger fürst, der hatt ein grossen lust zuo jagen alle zeit ; nun begab es sich ein mal auff dem gejägs, das im begegnet ein kauffman (J7/51).
  • Ch. 57/143 (Focus) : Tytus der kayser reichnocht zuo Rom in der stat, der saczt auf ein gepot, dez man den tag seines suns, und er geporn wart, solt feiren, und wer den tag seines suns gepürd nicht begieng mit feyr, der muost sterben (M1/36).
  • Ch. 58/144 (Drei Wahrheiten, frei) : Ze Rom waz ein gepieter, der hiezz Benegarus, der satzt auf ein gepot als ein ee, welher übertaeter, umb waz übeltat er gevangen waer und chom für den richter, und möcht er dann drei worhait für geben, die niemant verwerffen möcht von recht, oder si waeren gerecht an allez genaer, der selb het sein leben ernert (M1/37).
  • Ch. 59/148 (Jovinianus) : Ein chünich waz und ein gepieter, der hiezz Jovinianus, der reichnocht gewaltichleich, und do er in seinem pet past, do erhuob sich sein hertz auf mer, dann man ez gelauben mag, und sprach wider sich selben, ob icht ein ander got waer dann er (M1/40).
  • Ch. 60/153 (Spielball) : Gaius was gwaltig ze Rom ; der het tain schöne tochter, die was so schnell, daz je nyemand hingelauffen chund ; nun liess der chaiser in allem land berüffen, wer seiner tochter hin lieff, dem wölt er sy zuo weib geben, und nach seinem tod wölt er in machen zuo ainem erben (H2/64).
  • Ch. 61/154 (Socrates heiratet) : Claudius der waz gwaltig ze Rom, der hett nur ein tochter, die im ser lieb waz, und gedacht in im selb : Gib ich mein tochter einem, der reich ist, und ist er ein tor, so ist mein tochter verdorben (H2/20).
  • Ch. 62/155 (Florentina) : Gayus eyn kayser waz weiz und gewaltig ; unter dem selben waz ein weip, dew waz waz gar auzz der mazzen schon ; deẅ selb waz so schön, daz drey künig eynen streit versprachen von iren wegen, und daz an yeglichem tayl gar vil folkhs verdarp (M1/43).
  • Ch. 63/157 (Ariadne) : Vespasianus was gewaltig ze Rom ; der hett gar ain schöne tochter, die im gar lieb was ; die waz genannt Aglaas, die übertrat zuo der selben zeit all ander frawen an schön und an tugenden (H2/65).
  • Ch. 64/165 (Hemd, drei Zoll) : Antonius herschet ze Rom, der selb hiet drey tugend an im ; die erst waz, daz er sterchker waz dann yendert ein man, die da selbest lebten ; die ander waz, daz er weis waz und reich ; die dritt waz, daz er lanch und flaetig waz über alle die, die da warn (M1/47).
  • Ch. 65/175 (Kreuz mit Inschriften) : Ze Rom reichnocht ein gewaltiger herr, der hiezz Melius ; zu dez zeitten waz einer do, der rait eynen weg, do chom er zuo eynem chraeutz, dar an umb und umb geschrieben stuond : O mensch, reittest du weg, so findest du ein herberig, do man deinem rozz miltichleichen fuoter gibt, und dir wirt pözlichen gedient (M1/52).
  • Ch. 66/177 (Waffen aufhängen) : Severus der reichnet, und der hiet ein schöni tochter, die gar lieb hiet, zuo dem ersten, daz si schöner waz dann ein andre junchfraw, zuo dem andern mol, daz seẅ weiz waz über die andern, zuo dem dritten mol, daz seẅ gütiger waz dann ein andre mayt (M1/54).
  • Ch. 67/179 (Weiser folgt dem Narren) : Maximus waz gewaltig ze Rom ; in des reich waren zwen ritter, der ain was gar cluog, der ander waz gar ainvältig, und hetten ainender gar lieb (H2/31).
  • Ch. 68/182 (Hähne) : Ez waz ein gepietter, der hiezz Gordian gewaltig und reich ; in dez reich waz ein ritter, der gar ein schon frawn hiet, die doch pey im gesmaecht wart ; nu geschach daz, daz der selb ritter verre aus rait, und als pald sant die fraẅ nach irem puoln (M1/56).
  • Ch. 69/188 (Keuschheitshemd) : Ez waz ein chünich und ein gepietter, der hiezz Gayus weis und gewaltig ; der wolt pawen eynen schönen sal ; zuo den zeiten waz in seinem reich ein zymmerman, der hiezz Tyrius, der waz chünsten reich und chluog auf seynem hantwerch (M1/57).
  • Ch. 70/193 (Drei Fragen) : Ez waz ein chünich, der ein schön tochter hiet ; die selb tochter het eyn gehaizz getan, daz sy chainen man nemen wolt, nur den, der dreẅ ding begieng und vollendaecht daz (M1/60).
  • Ch. 71/201 (Lahmer und Blinder) : Claudius waz gewaltig ze Rom und satzt zuo einem rechten, wer an dem tag seiner gepurd an seinen hof chäm, der solt reichlich begabt werden, und ain yeder nach dem und er werd wär (H2/70).
  • Ch. 73/205 (Hundert Groschen) : Ez waz ein gepietter, der Quintillus hiezz ; der satzt auf für ein e, daz ein yeglicher plinter solt haben hundert schilling ; nu geschach daz, daz vier gesellen chomen in ein zuo einem wirt, und die verzerten da ein grozz hab und hieten nicht als vil, daz si den wirt richten (M1/64).
  • Ch. 74/206 (Narrenapfel) : Ze Rom reichnocht ein chayser, der hiezz Aurelianus, gar gewaltichleich ; der hat einen sun, den er gar lieb het, und do der kayser sterben solt, so ruoft er seinen sun uns sprach zuo im : Lieber sun, ich han einen guldein appfel gar teẅr, den schaf ich dir ze letz (M1/65).
  • Ch. 75/209 (Drei Witwen) : Constantinus was gewaltig ze Rom, der waz gar reich ; der hett drey töchtern, die bstattet er gar erwerclich dreyn chüngen ; nun chams von geschicht, daz sy all dray sturben inn dem ersten jar (H2/103).
  • Ch. 76/211 (Ziegenauge) : Ez waz ein gewaltiger chünich, der in seinem reich nicht dulden wolt chainen feint, als vil er ir inne wart ; nu warn in seinem reich zwen puoch ertzt gar bewaert und guot, und waz der eyn chluochait tet, die tet auch der ander (M1/66).
  • Ch. 77/215 (Schön und hässlich) : Theodosius waz gewaltig ze Rom, der hett zwuo töchtern, die im gar lieb waren ; die ain waz gar schön und tugenthafft und waz genannt Rossimunda, aber die ander waz ungestalt, und die hiess Genciana (H2/86).
  • Ch. 79/Ø (Schmeichelnder Esel) : Eyn künig hatt uberauß lieb zuo kleinen wolbellenden hündlein, also daz sie bei ihm alle tag und nacht muoßten sein, auch in seinem schloß essen (J7/112).
  • Ch. 80/220 (Engel und Einsiedler) : Vor zeiten was eyn einsidel, der dienet gott tag und nacht in eim waldt ; nun hütet nahe bei seiner zell ein hirt der schaff ; es begab sich aber uff eyn zeit, das der hirt entschlieff (J7/113).
  • Ch. 81/170 (Gregorius) : Marcus der was gewaltig, der hett nun ainen sun und ain tochter ; nun chams, daz er gar kranck ward, und da er verstuond, das er streben solt, da was nicht anderes sein geschäfft, denn daz er sein tochter seinem sun empfalch gars er auff sein trew (H2/119).
  • Ch. 82/26 (Störchin) : Ez waz ein ritter, der hiet ein schön vest purch, darauf nistechtten zwen storchen, und unter dem haus entsprang ein chlärer prunn (M1/6).
  • Ch. 83/163 (Eber ohne Herz) : Trayanus reichnocht in der stat ze Rom, von dann er auch pürttig waz ; der hiet eynen gartten, dar ynn mancherlay paum gepelltzet waz ; der satzt eynn hütter, der dez gartten trewlichen pflaeg (M1/46).
  • Ch. 84/166 (Falke) : Ain grozzer und ein maechtiger oder der hochsten einer des römischen reichs oder rat, der Pompejus herschaft hiet ze Rom ; in dez selben reich wonet gar ein schönez weip und von allen augen genaem (M1/48).
  • Ch. 85/152 (Goldene Angel) : Tyberius ein kayser waz ze Rom, der süezz weis und gesanch gar gern hort und lieb het ; geschach daz, daz er an eynem tag jagen rait (M1/42).
  • Ch. 86/174 (Kerkergespräch) : Ze Rom reichnet ein gewaltiger kaiser, der hiezz Adrianus ; der selb gepieter satzt auf zuo einer e, ob ein hausfraẅ an der hürhait erfunden wurd, die solt man stozzen in eynen ewigen charcher (M1/51).
  • Ch. 87/100 (Narben zeigen) : Eyn kaiser war in eyner solchen grozzen schlacht mit seinen feinden, daz er kaum hofft, mit dem leben davon zuo kummen ; das ersahe under dem hauffen eyner seiner edelen ; der sprang hin zuo und beschirmet seinen herren, also das der herr ungeschlagen davon kam (J7/119).
  • Ch. 88/30 (Wein vergiftet) : Ez waz ein fürst, der mit allen seinen chreften und mit aller seiner macht nicht chond über chomen sein feind und in wider sitzen (M1/8).
  • Ch. 89/31 (Drei Ringe) : Ez waz ein chünich, der het drey sün, und do er sterben wolt oder scholt, do gab er dem ersten sun das erib, dem andern seinen hort, den dritten sein chostpaerlich vingerlin (M1/9).
  • Ch. 90/28 (Erbteilung) : Man sagt, das gepoten waz ein recht, daz der eelter pruoder solt taylen, und der jünger pruoder welen, dez bewaerung was die ; daz taylen hat vier beschaidenhait (M1/85).
  • Ch. 91/22 (Der Faulste) : Pompeyus in der stat zuo Babylon waz gewaltig, der hiet drei sün, die selben er gar lieb het (M1/4).
  • Ch. 93/Ø (Abküssen) : Eyn mechtiger herr sendet zwen sün zuor schuolen, das sie ettwas lerten ; als aber nun etwan ein zimmlich zeit verlauffen, schickt der vatter inen brieff, sie sollten widerumb heim ziehen ; dem brieff kamen sie nach (J7/121).
  • Ch. 98/43 (Kerze) : Man liset in der chrononik der Römer, daz zuo Rom ettwenn sit waz, wenn sie besazzen ein stat oder ein vest, si zunten si auf ein kertzen nach einer gewizzen leng, als sie wolten (M1/10).
  • Ch. 100/84 (Sohn tötet Mutter nicht) : Ez waz ein kayser, der satzt ein recht auf und ein ee, welhes weip begriffen wart an der überhuor, daz sei ir wirt oder ir sun, ob sy aynen hiet, sey töten scholt (M1/23).
  • Ch. 101/189 (Freude ohne Ende) : Man sagt von einem, der hiezz Gauterus, der begert einer fraewd an trawren und genuog an widerloz ; nu gieng er ainez tags allain auf eynem weg wol pei drein tagen ; do verlengt sich daz, untz daz er chom in ein reich, dar ynn waz der chunich tod erst pey drein tagen (M1/58).
  • Ch. 102/167 (Wachsbild) : Zu Rom reichnocht ein herr gewaltichleich, der hiezz Tptolomeus, der waz maechtig und reich ; unter dem waz ein ritter, der waz gar andaechtig und parmhertzig ; der selb ritter het ein schons weib ; sie huorrecht aber vast mit andern mann und mocht da von nicht gelazzen (M1/109).
  • Ch. 103/162 (Drei Weisheiten verkaufen) : Ain chayser hiezz Domicianus, der reichnocht weiser und gewaltiger und gar gerechter und vertruog niemant, oder er gieng staet auf dem weg der gerechtichait ; nu geschach, daz er ze einer zeit an seinem tisch sass ; da chom ainer und chlopft an daz tor ; der portner chom und vragt, wer da waer (M1/107).
  • Ch. 104/159 (Androclus) : Es was eyn ritter, der hatt für allen dingen lust zuom gejägs ; es begab sich aber auff ein zeit underm gejägs, das ihm ein hinckender lew bekam und zeigt ihm sein fuoß (J7/122).
  • Ch. 105/156 (Rügenglocke) : Theodos ein römischer gepiter reichnocht zuo Rom gar gewaltichleich und waz dar zuo weis und verloz sein gesehen ; der selb satzt zuo eynem gepot auf für eyn ee, also daz er glokgen het in seinem palast, wer icht zuo handeln hiet, waz sache daz waer, der zoch ein strikh (M1/44).
  • Ch. 106/172 (Traumbrot) : Ez worn ettwenn drey gesellen, da die mit einander giengen, da geschach daz eins tags, daz sie nicht funden speis und warn gar hungrig ; do sprachen si zuo einander : Wir haben ein prot, und taylten wir daz in dreẅ stukh, so genügt sein nicht unser aynen an dem stukh zuo genuog der sattung, dar umb haben wir eynen rat von dem brot (M1/49).
  • Ch. 107/171 (Percute hic) : Zuo Rom was ain bild auff gemacht, und daz stuond auff ainer saul und hett den rechten arm gereckt und zaigt zuo der erd, und an der hand was geschrieben : Da schlach ein (H2/104).
  • Ch. 108/169 (Bürgschaft) : In eynes kaisers gebiet waren zwen mörder der massen zuosammen mit eydt verpflicht, das kainer den anderen in nöten solt verlassen, sunder wa es von nötten, das leben füreinander setzen, darauff trieben sie vil böser stuck stelen unnd mörden (J7/124).
  • Ch. 109/202 (Schatz im Baume) : Ez waz ein geittiger man, der sazz pey dem mer ; der selb hiet einen grozzen schatz, der legt in allen in einen stokh pei dem herd in seinem haus, und daz ez niemand west (M1/62).
  • Ch. 110/192 (Eustachius, Placidus) : Der heilig herr sand Eustachius, der hiezz vor der tauf Placius ; Eustachius ist gesprochen als ein guot wort, wann er mit seinen guoten werchen hat vil wol gewart einer sichern huot ; er hiezz auch Placidus, daz ist gesprochen wol gesaelleich (M1/111).
  • Ch. 111/34 (Argus) : Es was eyns mals eyn künig, der hette eynen stier ; der was groß, weißfar und gantz wolgestalt ; er hette in auch gar lieb, machte im zwei guldine hörner (J7/92).
  • Ch. 112/15 (Vater heilen, Mutter nicht) : Gorgonius gewaltocht in der stat zuo Rom, der nam ein daz aller schönst weib, die im gepar eynen sun (M1/2).
  • Ch. 113/17 (Turnier) : Adonias reichuocht und waz dar zuo gar reich, der selb hiet lieb turniern und justleich ritterspil (M1/3).
  • Ch. 114/18 (Drachenschwanz) : Ez waz ein armer man in einem dorf, der gieng taeglich in einen walt nach widt ; nu chom er von geschicht in ein dikt hürd dez waldez und viel da mit in ein teuffe weite gruob, dar auz er mit nichte chomen mocht, und ainhalben in der gruob lag ein grosser trakh (M1/81).
  • Ch. 115/19 (Zwei nackte Jungfrauen) : Ez waz ein gepieter, der hiet ein walt, dar inn waz ein einhorn ; dem selben ainhorn getorst niemant genahen ; daz vernam der gepietter und vragt die maister, waz dez tyers natur waer ; die sprachen do : Das ainhorn hat lieb plozz und rain magt (M1/82).
  • Ch. 116/20 (Stiefkind und rechtes Kind) : Upperius ein gepietter zuo Rom, der nam ein schön magt zuo der e, deẅ erwarb mit im eynen sun, und der chint tracht starb seẅ auch, aber daz kint belaib und lebt (M1/18).
  • Ch. 117/27 (Untreue gegen Erretter) : Justinus reichnocht in der stat ze Rom, der selb satzt auf ein ee, wer der waer, der ein junchfrawn zukchet oder hin füort von irem haimet, und wer ims dann naem, der selb möcht si dann wol nemen zuo einer hausfraẅn, ob si im dar zuo geviel (M1/84).
  • Ch. 118/62 (Anvertrautes Gut) : Zuo ainen zeiten waz ain ritter, der fuor über mär unnd cham gen Hierusalem ; nun hett der ritter fürbass muot und wolt sein gelt da laussen und nun ain claine zerug mit im füren (H2/112).
  • Ch. 119/145 (Ingratus und Guido) : Leuntius der reichnocht gewaltichleich ; da der ze ainem mol rait durch sein gepiet, do enkegent im ein armer man wolgestalten forme ; der selb pat dez almuosens von im (M1/106).
  • Ch. 120/147 (Jonathas, drei Wunschdinge) : Darius der künich und gepieter reichnocht ze Rom, der het drei sün, die er gar liep het, und do er sterben solt, do schuof er denn eltisten sun allez sein erib auf dem land, dem andern sun schuof er varentz guot, dem dritten sun schuof er chlainot, ein vingerl, ein haeftel und ein edels tuoch (M1/39).
  • Ch. 121/199 (Nachtigall töten) : Man lißt von ainem ritter, der hett gara in schön weib ; die sang auss der massen wol und hett gross lieb zuo vogeln, so da daz sy je gesang gernn hoert ; der selben frawen dienet ain ander ritter lang zeit und halff in doch gar chain, wann die fraw acht seiner dienst gar wenig (H2/100).
  • Ch. 122/59 (Frau des Einäugigen) : Zuo ainen zeiten waz ain ritter, der raitt ains tags zuo seinem weingarten, und cham von geschicht, das in ain rab in ain aug schluog, so daz er bald haim eilt ; nun hett sein fraw ainen buolen ; da hett sy zehand nach gesandt, als bald der man aussi geriten waz (H2/109).
  • Ch. 123/60 (Decke gezeigt) : Man lißt von ainem ritter, der fuor über märe unnd het tain schönn weib ; die bevalch er vast seiner muoter, daz sy ir vleissiclichen hütt ; nun hett die fraw ainen buolen und hett den mit der schwiger wissen (H2/110).
  • Ch. 124/105 (Halb geritten) : Ain ritter der waz gelehent von eynem chünig, den er gar swaerleich hiet gelaidigt ; der sant freund und magen hintz dem chünig, wie er im gehuldigt würd, und gewan gar chaum dar über sein huld (M1/30).
  • Ch. 126/120 (Papirius) : Macrobius schreibt, da sain senat was ze Rom, der hett ainen sun, der hiess Papirus ; da der inn dem vierden jar was, da gieng er ains tags mit dem vater inn den raut (H2/83).
  • Ch. 127/219 (Fuß ab) : Ez waz ein ritter, der waz ein grozzer rauber, der het ein diener gar ein getrewen ; aynez tags rait er durch einen walt, do geschach daz, daz er verloz zwaintzich markh silberz (M1/68).
  • Ch. 128/198 (Totensiegel) : Valentinus was gewaltig ze Rom ; inn des reich waren zwen ritter ; der ain was gar gerecht mit seinem leben, der ander geitig, und der selben zwaeyer ritter guot lag gar nachent bey ainander (H2/63).
  • Ch. 129/196 (Freundesprobe) : Ez waz ein chunich, der da nur aynigen sun hielt, den er gar lieb het ; der sun nam von seinem vater urlaub und wolt die werlt beschawen und im freund erwerben (M1/61).
  • Ch. 130/191 (Freundliche Worte) : début inconnu (M6/34 = W3/33).
  • Ch. 131/214 (Den Armen das Reich) : début inconnu (W5/26).
  • Ch. 132/210 (Aussatz vorgespiegelt) : Tytus was gewaltig ze Rom ; bey des zeiten waren vier artzat ze Rom, aber doch was der ain der anderen dreyen maister und hett auch den besten nutz ; des mochten sy mit geleiden und wurden ze rat, wie sy in vor den leüten geschennden möchten, daz sein gwerb fürbaß nit alz guot wurd (H2/44).
  • Ch. 133/207 (Hunde und Wolf) : Man lißt von ainem ritter, der hett zwen hund, die im gar lieb waren, und waren allzeit angevangen, und tät ainer den anderen nichs, so man sy aber ab liess, so achten sy chainerlay und wuosten sich selb gar veintlich an ainander, so daz man sy chaum geschaiden chund (H2/101).
  • Ch. 134/142 (In Waffen begraben) : Ponpejus der Römer, der satzt auf zuo einem rechten, daz ein yeglicher ritter nach seinem tod sölt begraben werden in seinem wappen, und wer dann eynen toten beraubet, der sölt getött werden (M1/105).
  • Ch. 135/119 (Lucretia) : Augustinus in libro de civitate dei schreibt auch von der schönen Lucrecia, die was ain edle Römerin und hett ainenn man, hiess Colatinus ; der luod ainst Sextum Tarquini, des chaisers sun, und da der Lucreciam ersach, da ward er gefangen und enzündt inn der lieb (H2/82).
  • Ch. 136/104 (Mondstrahl) : Ez chom ein diep in eins reichen wirttes haus pei der nacht und chlimpt auf daz dach und ayschaecht, ob yemant in dem haus wachet oder slief (M1/29).
  • Ch. 137/49 (Coriolan) : Ez sagt Eusebius ein maister der heiligen schrift in einer koronik von einem römischen kayser oder gepietter, daz der selb gepietter die Römer het in grozzer maisterschaft und nach der gerehtichait richtet (M1/11).
  • Ch. 138/46 (Verbannter Sohn) : Es was zuo ainen zeiten ain chüng des lands Assedorum ; der hett nun ain sun, der hett denn vater erzürnet ; der vater traib in inn dem zornn von im ; des cham der sun zuo dem chüng von Persia, der waz seins vaters veint (H2/105).
  • Ch. 139/23 (Basilisk) : Alexander der grozz künich von Chriechen, der regnocht über ellü asischew lant zuo Orient und behabt die herschaft der werlt (M1/5).
  • Ch. 141/25 (Schlange und Milch) : Fulgencius was gewaltig ; inn des reich was ain ritter, der hett gross lieb zuo turnay und zuo stechen und hett ain schön weib ; sy was aber nit witzig (H2/96).
  • Ch. 143/203 (Todestrompete) : Ez waz ein chünig, der satzt auf ein recht, wenn man aynen töten solt oder hahen, so muosten zwen pusauner oder zwen trumlyerer gar fruo vor der tür auf pusaunen, und der, der da sterben muost, der selb muost an legen swartz gewant (M1/63).
  • Ch. 146/118 (Alexander und der Seeräuber) : Augustinus schreibt von ainem, hiess Dyogenes, der lang zeit raubet mit ainer galeen auff dem mär ; den liess Alexander vleissiclich suochen, und da der für in pracht ward, da fragt in Alexander, warumb er die lewt beraubett auff dem mär (H2/81).
  • Ch. 152/29 (Waffen beschreiben) : Ez waz ein fürst, der hiezz Devinius ; dez selben fürsten volkh waz besezzen in einer stat gar feintlichen ; nu wolt er seinem volkh treẅleich raten, waz im nütz und guot waer (M1/86).
  • Ch. 157/58 (Zoll) : Ez waz ein herr, der hiet einen torwaertel, der erpat von seinem herrn, daz er in in seiner stat satzt zuo einem torhüetter ainen monat, also daz er von allen pugklochten und grinttingen, und die nicht hend noch oren hieten von ir yegklichem aynen pfenning naem (M1/90).
  • Ch. 164/108 (Fünf Narren) : In einem puoch halt man also von einem gespraech von sant Peter zuo unserm herrn Jhesu Christo : Ich sach ettwenn fünf man, die man nant hirnwüetig (M1/32).
  • Ch. 165/139 (Drei Narren) : Man liset in der vaeter puoch, daz einer sach ein morn in einem wald, der da holtz ab hawt und pant ein pürden und enpuort si auf und mocht ir nicht erheben (M1/104).
  • Ch. 167/190 (Drei Weisheiten lehren) : Ez vieng ein schütz ein nachtigal ; do er die würgen wolt, do redt die nachtigal mit im : Waz mag ez dir nu gefrumen, ob du mich tötest ? Du macht doch deinen pauch da von nicht gesatten ; aber liest du mich, drey raet die gaeb ich dir, behieltzt du die mit vleizz, so möchtest du wol einen grozzen nutz da von gewinnen (M1/59).
  • Ch. 169/125 (Lykurg) : Rhrogus Pompejus schreibt von ainem ritter, der hiess Ligurus ; der hett ain schöne claine statt, die übercham er mit pet, daz sy im zwölff gesetzt schwuoren ze behalten, untz er von seinem abgott wider zuo lannd chäm (H2/85).
  • Ch. 172/194 (Guido und Tyrius) : Zuo ainen zeitten waz ain chüng zuo Engeland ; in des reich waren zwen ritter, der ain Gido, der ander Turio ; nun was Gido sein tag vil inn streitten gewesen, und waz im darinn allzäit glücklich gangen, so daz er allzeit den sig behagt hett (H2/99).
  • Ch. 174/57 (Schlange lösen) : Man lieset von eynem mann, der gieng durch einen walt ; der sach ein natern gepunden zuo einem paumb mit dem zagel ; nu erparmt er sich über die natern und löset sie her ab und legt sy in seinen puosem (M1/89).
  • Ch. 181/161 (Löwin) : Man liset, daz ein leb und lebynn und eyn liebhart ein chünig hiet erzogen, und die tier hiet er gar liep und da der leb ains tags nicht da waz, do liebet sich die lebynne mit dem liebhart zuo rumschen, und der leb icht enpfuond den gestanch an ir (M1/45).
  • Ch. 182/53 (Kaisertochter, Seneschal) : Man sagt von eynem edeln gepietter, daz der het ein schön tochter, die auch iren iaren geleich waz ; die empfalch er seinem maigezug, daz er ir hüttoecht und vleizzigleichen pflaeg (M1/13).
  • Ch. 183/71 (Diogenes und Alexander) : Man liset an der chriechen puoch, daz ein maister, haizzt Saturnus, sagt von aynem, der hiezz Dyogenes, daz der so arm waer, daz er nur ein potigen hiet zuo eynem haus (M1/19).
  • Ch. 184/72 (Kohle) : Uns sagt Valerius in dem dritten puoch, daz ein edels chint da pei waer, do der grozz künich Alexander opffert bei eynem alter, und do man daz rauchfas mit glüenden chölern umb truog, do fuor eyn angezünter chol dem chnaben auf seinen arm (M1/20).
  • Ch. 185/73 (Theriak) : Als ein heydnischer maister Plinius uns schreibt, daz in Judea sey ein paum pei dem perg Syna, dez selben paums frucht gab süezzen gesmach, da wont auch ein nater, die da haizzet schoz natter (M1/21).
  • Ch. 186/82 (Virgils Bild) : Uns sagt ein maister Alexander von der natur, daz Virgilius in der stat zuo Rom het gepaut einen edeln schönen palast, und enmitten in dem palast stuond ein pilde, daz hiezz der Römer göttynn und het eynen guldein appfel in seiner hant (M1/22).
  • Ch. 187/101 (Kaisertochter, Palast) : Ez waz ein kayser, der het ein schön tochter, die im auch gar liep waz ; der selben tochter paẅet er einen schonen palast, dar ynne seẅ beleiben scholt (M1/26).
  • Ch. 188/106 (Drei Buchstaben) : Ez worn zwen flaischleich prüder, einer ein pfaff, der ander ein lay, und die wurden in ein chloster genomen in einen orden, und der priester vertraib sein weil mit singen und mit lesen und mit schreiben und mit tichten (M1/31).
  • Ch. 189/173 (Gnade) : Ein römischer herr reichnocht zuo Rom, der hiezz Lucius ; der selb satzt auf ein e ze halten, wer ein chint züg umb miette oder umb lon, und wurd daz chint gelaidigt in seiner gewalt, der ammolf solt verliesen sein leben (M1/50).
  • Ch. 190/176 (Schwarz) : Einer waz ze Rom, der hiezz Antiochus, und waz zuo den zeiten ein ritter, der hiezz Leuntii ; der selb ritter riet ein laentel nahent an dem lant dez vorgenanten Römer, daz der gepietter gern gehabt hiet (M1/53).
  • Ch. 191/93 (Brücke) : Ez waz ein mensch, daz solt gen auz eynem lant in daz ander ; der chom an ein prugken, da er über muost gen ; do sach er vor sein eynen übeln leoen und ze der rechten seiten einen tragkhen und zuo der tengken seiten ein grozz mer (M1/96).
  • Ch. 192/164 (Sarkophag, Variante) : Ein chaiser hiezz Adrianus, der selb reichnocht zuo Rom gar gewaltichleich und dar zuo reich ; der selb der pawet im ein chünichleich haus, und do die werchlaeut gruoben die gruntfest, do funden sy ein guldein sarich mit drein zirkkeln umb geben (M1/108).
  • Ch. 193/151 (Sieben Jahre treu) : Herodes was gewaltig ze Rom und hett gara in schön tochter, die im gar lieb waz, und der dienet ain ritter vil und lang zeit ; das verstuond nun die junckfraw wol (H2/28).
  • Ch. 194/200 (Bratfisch) : Gallicus was gewaltig ze Rom ; der satzt zuo ainem rechten, wer von frömbden landen an seinen hoff cham, dem ward zehandt ain brautvisch fürgetragen, und yederman marckt dar auff, ob er den visch an ainer seiten ëß biß an den graut (H2/62).
  • Ch. 195/168 (Fleischpfand) : Lucius waz gewaltig ze Rom, der het tain schöne tochter, die im gar lieb waz ; nun waz ain ritter an dem hoff, der dienet der junckfrawen ser, und doch ains tags chams, das er sy allain sitzen vand in ainem venster (H2/61).
  • Ch. 196/146 (Baumerbe) : Echesias ein chünich regnacht, der hiet drey sün, die er gar lieb het, und der künich haet urleug mit dem künig von Egipto und verfuort allez sein reich untz an einen paum, der paum het gar grozz chraft (M1/38).
  • Ch. 197/102 (Größte Tugend) : Man liset in der vaeter puoch, daz vier aynsidel warn in aynem haus ; die warn guotez lebens ; ze ayner stund geschach daz, daz si begunden heiligre wort unter in ze volpringen mit reden, und daz auch jeslicher seiner tugend verjach (M1/27).
  • Ch. 198/123 (Geschirr stehlen) : Künich Alexander chom in chünig Porii hof in India in eins einveltigen ritters wat, zuo aus nemen sein maechtichait und auch sein wesen, und der chünich Porus wont, er waer Antygonus (M1/35).
  • Ch. 199/178 (Wüste) : Ein kayser hiezz Antonii, der selb reichnocht gewaltichleich ; in dez selben reich waz ein ritter, der wolt reitten in ein stat ; nu wider fuor im daz, daz er sich verrrait in ein wild wüest ; da lag ein forchtsammer und fraissammer trakkh an eynem tail, und an dem andern tayl ein leo (M1/55).
  • Ch. 200/217 (Drache durch Löwen entfernt) : Ez waz ein stat pei dem mer, die vil leidens het von giftigen tyern ; unter andern tiern waz ein trakh ungeheurer und ungelachsner, der alle tag zuo der stat chom, und die purgre der stat gaben im alle tag ein tier oder ein fich (M1/67).
  • Ch. 201/Ø (Sankt Laurentius) : Eß was ein gewalltiger künig inn Ispania, und der waß ein haid und het nit erbenn ; do er groß gut opfert seinen abgötern, daz sie im einen erben wollten geben, daß halff alleß nit (S2/86).
  • Ch. 210/113 (Glassteine) : Ain chünich hiet drei sün und ein edeln stain ; nu chriegten di pruoder unter einandern ; doch hiet der vater ainen lieber dann den andern, und da von hiezz er machen dreü vingerl (M1/100).
  • Ch. 212/195 (Stricke) : Valerius der chaiser reichnocht ze Rom gewaltichleich ; der selb hiet ein tochter, die er gar lieb het, also daz er ir besunderlichen fümf ritter ze hüttern satzt und ze pflegern und dann aber über die fümf ritter ein hütter (M1/110).
  • Ch. 213/21 (Statue mit Tonfuß) : Daniel sach ein saeül, der haubt waz guldin, die prust und die arm silbrein, der pauch und die gemaecht glockspeisein, ir schinpain eysnein, der fuozz ein tayl erein, ain tail eysnein ; die saeul sach auch Nabuchodonosor der chünich und verstuond sein nicht (M1/83).
  • Ch. 214/67 (Heilendes Christusbild) : Man liset in der maisterlichen hystorii, die da haizzt scolastica historia, daz ze Jerusalem waz ein saeul, die waz glokspeisein ; auf der selben saeul waz unsers herrn pild, und an dez selben pildez gewant was niden ein saum nach dem jüdischen sitten (M1/91).
  • Ch. 215/126 (Mutter stillen) : Valerius sagt, daz ein scherig solt ein edel weib verderben umb ein eprechen, und der stiezz sey in einen chaercher, die doch der turnhüetter von parmung wegen nicht alspald verderben wolt, sondern allein durch seiner gütt willen liezz er ir tochter auzz und ein gen zuo irer muoter (M1/101).
  • Ch. 216/158 (Löwenhochzeit) : début inconnu (M6/27 = W3/26).
  • Ch. 237/136 (Sirenen) : Man liset, daz drey syren worn in einer inseln oder in einem werd und sungen die aller süezzisten weiz ; die ayn sang in menschlicher stymm, die ander, die sang auf einem ror, die dritt sang auf einer leirn (M1/103).
  • Ch. 246/63 (Ölfässer) : Zuo ainen zeiten was ain man, der hett nun ainen sun, und da er starb, da liess er dem sun sun nit anders dan nain hauss, daz was gar wol gelegen ; nun hett der knab ainen nachbauren, der hett daz hauss gernn gehabt, abr der knab wolt sein nit verchauffen (H2/113).
  • Ch. 249/150 (Hildegarde) : Octavianus was gwaltig ze Rom, der hett sein weib lieb für alle ding durch dreyer sach willen ; zuo dem resten wann sy trew waz ; zuo dem andern mal wann sy schön waz ; zu dem dritten maul daz sy stät und gehorsam (H2/120).
  • Ch. 253/94 (Wunderbare Wasser) : Sant Ysiderus schreibt in seinem puoch von der auslegung der worhait, daz zwen prunn sein in Sycilia ; der ein prunn unfruchtpaer tier macht fruchtpaer, der ander macht fruchtpaeri tier unfruchtpaer (M1/97).
  • Ch. 258/Ø (Wein, Weib, König) : Darius der künig Persarum der fragt drey weiß man, was das sterckest mocht gesein oder wer inn der weltt (S2/18).
  • Ch. 260/208 (Zauberbuch stehlen) : Zuo ainem zeiten waz ze Rom gara in cluogre maister, der nicromancey ; der hett ainen junger, der stëllett tag und nacht darnach mit gantzem vleiss, wie er im daz buoch stäl, darinn sein chunst alle verschriben was (H2/102).
  • Ch. 267/91 (Delphin und Knabe) : Valerius schreibt von ainem chind, das was fünff jar alt und hett die gewonhait, daz es alle tag gieng zuo dem mär und truog mit i main prot ; daz ersach dann ain delphin und cham zuo dem land und spilt mit im, untz er dem chind daz prot abgwan, und traib daz also wol vier jar (H2/79).
  • Ch. HSS0 (Rahmen) : Pontius oder Pontianus, der reichnocht ze Rom gewaltichleich und dar zuo weis ; der het ein schön weib, die er gar lieb het ; die selb fraw enpfieng und gepar einen schön sun, den si nant Dyoclesianum, und do der wol siben jar alt wart, da wart sein muoter siech unttz an den tod (M1/69).
  • Ch. HSS1 (Baum) : Ez waz ein purger ze Rom, der het in seinem garten einen edeln paumb ; der truog elli jar edleẅ frucht, die selb frucht waz für manicherley siechtum tuot (M1/71).
  • Ch. HSS2 (Hund) : Ez waz ein ritter chün und vest ; der selb hiet nur ainigen sun, herr, als ir habt, und hiet den so liep, daz er im drey ammen bestalt ze huot, die dez chintz pflaegen ; die erst solt ez speisen, die ander solt ez paden und saubern, die dritt solt ez slaffen tagen und auf heben (M1/70).
  • Ch. HSS3 (Eber) : Es waz ein herr, der selb hiet einen walt, und in dem walt gieng ein eberswein, daz waz unmazzen übel, daz er manigen verberbt het, die in dem wald giengen (M1/72).
    • Ch. HSS4 (Hausschlüssel) : Es waz ein alt ritter in einer stat gesessen ; der hiet ein junge hausfraẅn zuo einem weib, die er gar lieb het, und der selb ritter tet alle nacht sein tür selb zuo und spert si und legt die slüzzel unter sein haubt (M1/73).
  • Ch. HSS5 (Turm Herodots) : Ze Rom in der stat waz ein ritter, der zwüo töchter hiet und ainen sun ; nu verzert der vater allez, daz er hiet ; zu den zeiten waz Octavianus chaiser ze Rom, der ein grozzen hort het in einem turn (M1/74).
  • Ch. HSS6 (Elster) : Es waz ein purger ze Rom, der hiet ein tahen, die redet taeutichleich, waz si hort oder sach ; nu het der purger ein jungez weip, als du chaiser hast, die het iren wirt nicht lieb, wann er mocht ir nicht genuog tuon der mynn, als si wol bedorft hiet (M1/75).
  • Ch. HSS7 (Septem sapientes) : Es waz ein chaiser zuo Rom, der pei im hiet siben weiz maister, mit den er daz gantz reich besach, und die selben siben maister prachten zuo mit zauber chunst, daz der chaiser wol und chlaerlichen gesach (M1/79).
  • Ch. HSS8 (Gattenprobe) : Ez waz ein alter ritter erweriger und vester und dar zuo gerechter ; der nam ein jung magt schön und mynnechleich ; nu waren seẅ pei drein jarn pei einander und erwurben nie chain chint mit einander ; da si eins tags gen chirchen gieng, do enkegnet ir ir muoter auf dem weg (M1/76).
  • Ch. HSS9 (Virgils Turm) : Octavianus reichnet ze Rom gewaltichleich und reich und doch zuo vast girig auf golt und auf silber, dez er begert ; zu dem dritten was ein maister ze Rom, der hiezz Virgilius, der waz volchomen in der swartzen chunst (M1/77).
  • Ch. HSS10 (Hippocras und Galianus) : Es was gar ein frumer arczat, der hies Ypocras ; den noch alle meister lobent und prisent an siner lere ; der het einen frünt, einen richen knaben, hies Galienus (B5/11).
  • Ch. HSS11 (Seneschal) : Es waz ein hochfertiger chünich, und der waz einhaiden, und der selb hiet muot, er wolt die leichnamen sant Peters und sant Pauls ze Rom abtragen und versteln oder mit gewalt nemen ; da der von haim fuor und benacht eins in einer stat, da sprach er hintz seinem hofmaister : Suoch mir heint ein schönez weip, daz die heint pei mir slaf (M1/78).
  • Ch. HSS12 (Gevattern) : Es was ein keiser zuo Rome, der het drige ritter ; die hette er gar liep, und in der stat waz ein alter ritter gesessen, der het ein jungfrowe, al sir jetzen hant, und hette die vast liep (B5/13).
  • Ch. HSS13 (Entführung) : Es was ein künig, der hett eine frowe, und was im die gar liep, und vorcht ir als übel, das er ir ein veste buwet gar starck und veste, dar umb daz er ir dar inne sicher were, und hette die slüssel nacht und tag by im (B5/14).
  • Ch. HSS14 (Witwe von Ephesus) : Es was ein ritter, der het ein schön frowe ; die hat er unmesseclich liep, und eins mols beschach das, sie miteinander spilten, und von ungeschicht het der ritte rein clein scheid messerlin in der hand (B5/15).
  • Ch. HSS15 (Rom) : Es ist gesin ein ritter veste, der hat nit me danne einen sun, al sir jeczunt hant ; den sant er zuo schuolen zuo den wisen, al sir auch habt geton (B5/16).
  • Ch. HSS16 (Hase im Garten) : Aurelianus der chaiser was gewaltig hie zuo Rom ; der hatt grosse lieb zuo boumgarten ; der hett ainen gepflantzt, der im gar lieb waz, und satzt dar zuo einen hüter, der des paumgarten hüten und pflegen solt ; nun hett der gärtner ainen haßen von jugent auff gezogen (H2/53).
  • Ch. HSS17 (Nase abbeißen) : Es was ain man in ainer statt, der hatt ainen sun ; den hett er in grosser zart erzogen ; der nam sich inn der jugent an zuo stelen, also daz alles, das verloren was, daz er nun an kam (H2/54).
  • Ch. HSS18 (Vogelsprache) : Horonius was gewaltig ze Rom ; inn des reich waz ain ritter, der rait ains tags von ainer statt zuo der andern vnd cham von geschicht zuo ainem dorff, daz gar ser pran ; nun sach er bei einen hauß ain nater, die tät gar veintlich (H2/57).
  • Ch. HSS19 (Gefundenen Schatz allein besitzen) : Vor zeiten was ain frommr ritter, der hett ainen sun, der im gar lieb waz, aber der sun suocht in allen vortailen vnd wagen des vaters tod ; nun chams, das dem ritter ains nachts traumt, wie er inn ainen prunnen grosses guot vinden sölt (H2/58).
  • Ch. HSS20 (Verkleidetes Weib im Bade mit Kaiser) : Gordianus was gewaltig ze Rom ; inn des reich waz ain edler ritter, der nam gare ain schön weib, die im gar lieb was, und lebten also gar veraintlich mitainander ettlich zeitt (H2/59).
  • Ch. D1 (Knecht wirbt für sich selber) : Man lißt von ainem edelmann, der sass inn ainer statt ; dre hett ain schön weib, die im aussi der maussen lieb waz ; der dienet ain ander ritter gar mit grossem vleis, daz im die fraw gar günstig und hold ward (H2/66).
  • Ch. D2 (Abt und Ritter) : Sich füget ains mals, das ein abt in einem closter was, das da übersetzt was mit weltlichen gwalt und gar einer scharpfen herrschafft aines ritters, der daz closter regiert und nach da bei wohnhaftig was (H2/17).
  • Ch. D3 (Mantelpfand) : Sich füget ains mauls, daz zwen gesellen mit ainander chamen in ain statt ; da begegnet in gara in schöne burgerin ; da sprach der ain gesell zuo dem andern : Ich wölt mein mantel der frawen schencken, daz sy mich ainest meins willen mit ir pflegen liess (H2/67).
  • Ch. D4 (Frau will Christusbild verbrennen) : Ein fraw von Rom, die was gesessen in der stat, die nam dick und gewandlichen vnseres heren vnd hat auch dick willen, des si in wolt verbrennen (M9/115).
  • Ch. D5 (Versuchung und Buße eines Waldbruders) : Es furn czwen jungling in groben orden ; darin waren sie gotleichen und auch in tugentleichem leben wol czway und vierczigk jar, vncz das der eltter prueder abt ward (M9/116).
  • Ch. D6 (Tranquinianus und Ypomeidon) : Da Roman dem mechtigisten was, da was ir künig Tranquinianus weis in allenm tuon und lassen und het grossen lust und lieb des lannds (W5/34).
  • Ch. D7 (Amileus und Faroneus) : Amileus der küng sasz zu Rom und was gar gewulltig und reich ; der küng het mangen hochen fürsten und hern under im ; eins mals gen dem pfingsten lud er all sein fürsten und hern, wenn im was gesagt, wie er einen fürsten under im hat genannt Faroneus (W5/36).
  • Ch. D8 (Drei Bitten, frei) : Allexander der gebot, das ainem yeden ubeltätter, und ob hallt der yecz urteil zuo dem tod verurteilt wer, der möcht sich mit dreyerley gepet wolhalsam machen (W5/40).
  • Ch. D9 (Drei Frauen bei Alexander) : Allexander ward geladen von ainem mechtigen kunig zu haus ; nun achtet Allexander wenig golds und silbers (W5/42).
  • Ch. D10 (Ratsherr in Rom) : Von ainem ratherren zu Rom, an den begert sein eelich weib sy wissen lassen, was sy ausrichten jn dem ratt (W5/46).
  • Ch. D11 (Geschwätzige Frau) : Es waren zwen brüder, der eyn gelert, der andert ungelert, und der hett eyn weib, die zuo zeitten mer redt, dann ihr befolhen, das verdroß den gelerten bruoder (J7/127).
  • Ch. D12 (Galesus) : Mann findt und lißt geschrieben in den cyprianischen historien, wie inn der insel Cypro eyn reicher edelman was gesessen mit namen Aristippus uber alle andere herren des landts in weltlichen sachen, in ehren und reichtumb (J7/1).
  • Ch. D13 (Nebucadnezar) : Ich Nebucadnezar, als ich wol zuofrieden in meinem hauß und grünen in meinem pallast was, sahe einen traum, der mich erschrecket, und die gedancken, die ich auff meinem läger hett, sampt den gesichten meins haupts, betrübten mich (J7/53).
  • Ch. D14 (Undankbarer Sohn) : Man lißt von einem künig, der hett nur ein einigen lieben sun ; als der sun nu zuo seinen jaren kommen, lag er dem vater stets an, er solt im daz reich ubergeben, dann er war nu alt und schwach (J7/110).
  • Ch. D15 (Verfall des Reiches) : Eyns künigs reich nam on versehenlich ab, also das guot in böß, war inn falshc, starckl ins schwach und recht in onrecht verwandlet ward ; deß verwundert sich der künig unnd vorschet balt ursach der verenderung von vier weisen (J7/129).